Gyökeres bläst schweden in die wm-karten – dreierpack gegen ukraine
Ein einziger Mann reicht: Viktor Gyökeres schießt Schweden mit einem Hattrick binnen 67 Minuten ins Play-off-Finale und lässt die Ukraine vor 31 400 Zuschauern in Valencia alt aussehen. Die Skandinavier rücken damit auf den letzten Metern vor der WM 2026 doch noch ins Rampenlicht – und das, obwohl ihre Qualifikation bisher ein Lehrstück für Desaster war.
Der weg durch die hintertür lohnt sich
Die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht für alle Taktikfetischisten: null Siege in der Gruppenphase, nur zwei Punkte, Platz sechs hinter Slowenien, Kasachstan und die Finanzverwaltung möchte man meinen. Doch die Nations League wirft ihre Schatten voraus. Dort schindeten die Schweden 2024 in Liga C gegen Slowakei, Estland und Aserbaidschan 16 Punkte, holten den Gruppensieg – und kassierten damit die Startplatz für das Play-off-Halbdrama.
Gegen die Ukraine nutzte Trainer Graham Potter dieses Momentum eiskalt. Sein 4-3-3 ließ die Gäste nie zur Entfaltung kommen, zu früh lag der Ball nach Ecke plus Nachschuss bei Gyökeres im Netz (6.). Selbst als nach der Pause die Sicherheit schwand, blieb der 27-jährige Stürmer hellwach: Drehschuss aus 13 Metern, 2:0 (51.), dann die endgültige Entscheidung mit dem Kopf nach Dejan Kulusevski-Flanke (73.). Den Ehrentreffer erzielte Matviy Ponomarenko in der Nachspielzeit, doch der war nur noch Ergüsse.

Polen wartet – und mit ihm lewandowski
Am Dienstag (20.45 Uhr) geht es gegen Polen, das sich mit dem späten Sieg gegen Albanien ebenfalls durchboxte. Wieder wird Gyökeres im Fokus stehen, wieder wird die Defensive um Victor Lindelöf gefordert sein. Die Bilanz gegen die Polen spricht für die Skandinavier: drei Siege in den letzten fünf Duellen, zuletzt ein 2:1 im März 2024. Doch mit Robert Lewandowski hat Polen einen Torjäger, der sich für frühe Gegentore rächt – und der die Play-offs als persönliche Bühne betrachtet.
Für die Ukraine bleibt die Erkenntnis, dass ein gutes Jahr der Quali nicht reicht, wenn an einem Abend ein Gyökeres jeden Zweikampf gewinnt und jeden Ball versenkt. Die Schweden hingegen dürfen weiter vom Happy-End träumen: ein einziger Sieg trennt sie von der Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA. Die Moral der Geschichte? Manchmal reicht ein einzelner Heißläufer, um eine ganze Nation wieder auf den Träumer-Pfad zu führen.
