Roma kassiert 14. niederlage: italiens europa-ranking brennt
14 Pleiten in 40 Spielen – die Roma von Trainer Claudio Ranieri schlittert weiter durch die Krise. Nach dem 0:2 im Olympico gegen Bologna ist die Europa-League-Saison gerettet, der Stolz der Giallorossi aber ramponiert.
Die Zahlen sind ein Offenbarungseid: Seit August verlor Rom jedes dritte Pflichtspiel, kassierte 52 Gegentore und schaffte nur 19 Siege. Die Tifosi pfeifen, der Klub droht im UEFA-Five-Year-Ranking aus den Top 30 zu fallen – mit finanziellen Folgen bis 2026.
Fiorentina spaltet sich in zwei teams
Während Bologna als einzige italienische Mannschaft souverän wirkt, lebt Fiorentina ein Doppelleben. In der Serie A schwächelt die Truppe von Vincenzo Italiano auf Platz 10, in der Conference League fegt sie Gegner weg. Das 3:1 im Rückspiel gegen Raków Częstochowa war der vierte Auswärtssieg in Folge – ein Rekord, den noch kein italienischer Klub in diesem Wettbewerb hielt.
Doch der Schein trügt. Die Viola verbrauchte in Polen drei Wechsel wegen Muskelverletzungen, Nicolás González fiel erneut aus. Italiano muss bis Ostern auf sieben Stammspieler verzichten – ein personeller Engpass, der gegen Crystal Palace brutale Lücken offenbaren könnte.

Englische woche wird zum ranking-finale
Am 11. April startet das Viertelfinale. Bologna trifft auf Aston Villa, Tabellenvierter der Premier League mit 63 Toren. Fiorentina bekommt es mit Palace zu tun – zwar nur auf Rang 14, aber unter Oliver Glasner seit 13 Spielen ungeschlagen. Beide Duells sind mehr als K.o.-Spiele: Sie entscheiden darüber, ob Italien im Sommer zwei oder nur einen festen Champions-League-Platz behält.
Die Rechnung ist simpel: Je eine Runde weiter bedeutet 1,5 Millionen Euro für den Klub und 0,375 Punkte für das Land. Verlieren Roma und Fiorentina, rutscht die Serie A hinter die Eredivisie auf Platz 7 – ein Schock, der sich bis 2027 in geringeren TV-Prämien niederschlägt.
Die Uhr tickt. Schon am Sonntag gastiert Roma in Udine, Fiorentina empfängt Milan. Ranieri und Italiano müssen rotieren, wollen sie am Donnerstag darauf nicht erneut ins Leere laufen. Die italienische Fußball-Ehre liegt an zwei Kanten: entweder England bezwingen oder den Ranking-Absturz hinnehmen. Nach 90 Minuten in Birmingham und Florenz steht fest, ob die ueuropäische Tragödie ein weiteres Kapitel erhält – oder endlich ein glückliches Ende findet.
