Magdeburg taumelt, doch schmedt schlägt zurück: "em-kater ist kein crash"
Der SC Magdeburg spielt sich seit der Europameisterschaft selbst in die Krise – und landete in der Champions League mit nur drei Punkten aus vier Partien auf dem Teppich. Doch wer jetzt von einem Absturz spricht, hat die Rechnung ohne Geschäftsführer Marc Schmedt gemacht.
Die lücke zwischen liga und europa
In der Bundesliga steht der Klub noch sechs Punkte vor den Füchsen, doch die Kontraste werden brutal: Gegen den Bergischen HC rettete der SCM beim 28:27 in letzter Sekunde. In der Königsklasse folgte eine 25:29-Schlappe bei Kielce, die zweite Pleite binnen fünf Tagen. Die Erklärung lautet: 13 Nationalspieler im 19-Mann-Kader. Kein Club schickte mehr Profis zur EM, keiner kehrte so ramponiert zurück.
„Der Handballer spielt im Drei-Tage-Rhythmus“, sagt Schmedt auf dem TeamSportSachsen-Summit in Leipzig. „Mental und körperlich hängt derzeit alles durch.“ Die Worte klingen wie ein Schulterzucken, doch dahinter steckt ein Plan. Die Länderspielpause nutzt Magdeburg, um die Batterien wieder vollzukriegen – selbst wenn acht Profis erneut ihre Koffer packen.

Duell mit den füchsen als frühtest
Am Samstag, 28. März, 16.05 Uhr, kommt mit Berlin der nächste Prügelknabe ins Bördeland. Schmedt nennt es ein „vorentscheidendes Spiel um die Deutsche Meisterschaft“. Gemeint ist: Verliert Magdeburg, schmilzt der Vorsprung auf drei Punkte. Gewinnt der SCM, ist die Meisterschaft so gut wie gelaufen – EM-Kater hin oder her.
Die Zahlen sprechen für sich: Magdeburg kassierte in der Liga erst eine Niederlage, steht bei 42:8 Punkten. Die Tore fallen trotzdem, 739-mal trafen die Elbestäder bislang – Durchschnitt 33,6 pro Spiel. Die Frage ist nur, wie lange der Motor noch auf Reserve läuft, bevor er wieder Vollgas gibt. Schmedt zumindest wirkt gelassen: „Unsere Jungs sehen in der Nationalmannschaft etwas anderes – und kommen frisch zurück.“
