Riera spürt keinen druck – aber freiburg kommt mit hunger

Sonntagnachmittag, 17:30 Uhr, Waldstadion Frankfurt. Zwei Mannschaften, die beide träumen, aber nur eine davon wird dem Europapokal nach diesem Spieltag wirklich näherkommen. Eintracht Frankfurt empfängt den SC Freiburg – und das Duell hat mehr Brisanz als die nüchterne Tabellennachbarschaft vermuten lässt.

Zwei punkte trennen sie – und ein ganzer sommer voller abgänge

Freiburg auf Rang sieben, Frankfurt einen Platz dahinter mit zwei Punkten weniger. Gleiche Tordifferenz, ähnliche Formkurve, beide zuletzt erfolgreich gegen Borussia Mönchengladbach. Auf dem Papier wirkt das wie ein Spiegelbild. Doch hinter dieser Symmetrie steckt eine Partie, die für beide Seiten weit mehr bedeutet als drei Punkte.

Was die Tabelle nicht zeigt: In diesem Spiel kehren gleich zwei Spieler ihren Ex-Klubs gegenüber. Auf Frankfurter Seite ist es Ritsu Doan, der bis zum Sommer noch das Breisgauer Trikot trug und seitdem bei den Hessen nach seiner Normalform sucht. In diesem Kalenderjahr kommt er auf gerade einmal einen Scorerpunkt. Gegen seinen alten Verein könnte das der Moment sein, um sich zurückzumelden – Riera setzt ihn zuletzt zentral im Mittelfeld ein, eine Rolle, die dem Japaner mehr Freiheiten gibt.

Matanovic kommt mit sechs toren und null sentimentalität

Matanovic kommt mit sechs toren und null sentimentalität

Auf der anderen Seite schaut Igor Matanovic ins Waldstadion zurück, das er erst im Sommer verlassen hat. Bei der Eintracht kam er nie richtig zum Zug – Omar Marmoush, Hugo Ekitiké, die Konkurrenz war schlicht zu groß. In Freiburg hat der 22-jährige Kroate genau das gefunden, was ihm in Frankfurt fehlte: Spielzeit und Tore. Sechs Treffer in dieser Saison, gemeinsam mit Vincenzo Grifo torgefährlichster Akteur beim SCF. Gegenüber der Bild ließ er bereits wissen, dass es für ihn „für 90 Minuten keine Freunde