Regionalliga-reform: vesper sieht schwierige aufgabe, aber lösung in sicht

Ag-chef vesper: harte arbeit an der regionalliga-reform

Dr. Michael Vesper, Vorsitzender der DFB-Arbeitsgruppe (AG) zur Reform der Regionalliga, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass trotz der Komplexität eine Lösung gefunden werden kann. In einem aktuellen Interview betonte Vesper die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Reform soll die Aufstiegsregelung aus der Regionalliga in die 3. Liga neu gestalten. Die aktuelle Situation, in der beispielsweise der Nordost-Meister Lok Leipzig in den Aufstiegsspielen scheiterte, zeige den Handlungsbedarf auf.

Die herausforderung: fünf regionalligen, vier aufstiegsplätze

Die herausforderung: fünf regionalligen, vier aufstiegsplätze

Die Kernproblematik liegt in der Diskrepanz zwischen der Anzahl der Regionalligen (derzeit fünf) und der Anzahl der direkten Aufstiegsplätze in die 3. Liga (vier). Dies führt zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen und frustrierten Vereinen. Vesper räumte ein, dass die Entscheidungsfindung kompliziert ist und eine Einigung aller Beteiligten erfordert. Die letzte Sitzung der AG fand am 17. Februar statt.

Viergleisige regionalliga als ziel

Viergleisige regionalliga als ziel

Im Zentrum der Diskussionen steht aktuell die Bildung einer viergleisigen Regionalliga. Dies war bereits 2018 durch den DFB-Bundestag beschlossen worden, wurde aber bisher nicht umgesetzt. Vesper betonte, dass diese Umstellung nur gelingen kann, wenn sich alle Verbände und Vereine aktiv beteiligen und Kompromisse eingehen. Die Umsetzung stellt eine erhebliche organisatorische Herausforderung dar.

Einigkeit der regionalligisten entscheidend

Einigkeit der regionalligisten entscheidend

Bevor ein neues Modell endgültig festgelegt wird, müssen die Vereine in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Vesper machte deutlich, dass ein Modell, das auf die Ablehnung der Mehrheit der Regionalligisten trifft, keine tragfähige Grundlage bieten kann. Die nächste Sitzung der AG ist für den 25. März geplant, bei der weitere Lösungsansätze diskutiert werden sollen.

West und südwest nicht grundsätzlich gegen vier staffeln

West und südwest nicht grundsätzlich gegen vier staffeln

Vesper entkräftete Gerüchte, wonach sich die Regionalligen West und Südwest einer Reduzierung auf vier Staffeln grundsätzlich widersetzen würden. Auch Peter Frymuth, Präsident des Westdeutschen Fußballverbands und DFB-Vizepräsident, habe sich bisher nicht zu den Details der Beratungen geäußert. Transparenz und offene Kommunikation sind für Vesper entscheidend, um tragfähige Kompromisse zu erzielen.

Initiative "aufstiegsreform 2025" gewinnt an schwung

Unter dem Motto "Meister müssen aufsteigen" hat sich mittlerweile die Initiative "Aufstiegsreform 2025" gegründet, die von 59 Vereinen unterstützt wird. Zuletzt sind auch namhafte Vereine wie Rot-Weiss Essen und Eintracht Braunschweig der Initiative beigetreten. Die Initiative fordert eine gerechtere Aufstiegsregelung, die den Regionalligameistern eine realistische Chance auf den Aufstieg in die 3. Liga bietet.

Chronologie der aufstiegsinitiative

DatumEreignis
23.02.2026AG-Chef Vesper: "Wir arbeiten hartnäckig an Lösungen"
(Weitere Termine)(Weitere Ereignisse aus dem Artikel)

Die Debatte um die Regionalliga-Reform ist in vollem Gange, und es bleibt abzuwarten, ob die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Michael Vesper in der Lage sein wird, eine Lösung zu finden, die von allen Beteiligten akzeptiert wird. Die Zukunft des deutschen Fußballs auf Regionalliga-Ebene hängt davon ab.