Regionalliga-reform steht vor dem abschluss: vier staffeln und neue regeln

Fußball: regionalligen – dfb-arbeitsgruppe präsentiert staffel-modell

Nach monatelangen Diskussionen und Verhandlungen steht die Reform der Regionalligen kurz vor dem Abschluss. Die DFB-Arbeitsgruppe hat ein Modell mit vier Staffeln vorgestellt, das bereits in der kommenden Saison umgesetzt werden soll. Ziel ist es, die Strukturen zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Entscheidung liegt nun bei den Regionalverbänden.

Neues staffel-modell im detail

Die Arbeitsgruppe schlägt vor, die Anzahl der Regionalligisten von derzeit 90 auf 80 zu reduzieren. Die Einteilung in die vier Staffeln – nach Himmelsrichtungen ausgerichtet – soll dynamisch erfolgen, basierend auf der kürzesten möglichen Fahrtstrecke für die Vereine. Eine künstliche Intelligenz soll dabei helfen, die Staffeln optimal zu gestalten, wobei Derbys erhalten bleiben sollen. Feste Landesgrenzen spielen dabei keine Rolle.

Einheitliche zulassungskriterien als schlüssel

Einheitliche zulassungskriterien als schlüssel

Ein wichtiger Aspekt der Reform sind einheitliche Zulassungskriterien für alle vier Staffeln. Damit soll die große Bandbreite der infrastrukturellen Voraussetzungen zwischen den bisherigen fünf Regionalligen verringert werden. Vereine werden angehalten, in ihre Infrastruktur zu investieren, anstatt sich ausschließlich auf kurzfristige Verstärkungen zu konzentrieren. Dies soll langfristig die Stabilität der Ligen gewährleisten.

Der zeitplan für die umsetzung

Der zeitplan für die umsetzung

Bereits in der Saison 2026/27 sollen die Startplätze für das neue Viertliga-System ausgespielt werden. In allen Regionalligen qualifizieren sich dann jeweils zwölf Teams. Da der Nordost-Meister direkt aufsteigt, reicht Platz 13 für den Klassenerhalt. Zusammen mit den vier Absteigern aus der 3. Liga und den 14 Oberliga-Meistern ergibt sich eine Gesamtzahl von 78 Mannschaften. Die Verteilung der beiden verbleibenden Startplätze ist noch offen, wobei eine bevorzugte Behandlung von Bayern und dem Osten diskutiert wird.

Dfb-präsident neuendorf unterstützt die reform

Dfb-präsident neuendorf unterstützt die reform

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat der Arbeitsgruppe seine volle Unterstützung zugesichert. Die Empfehlung der Arbeitsgruppe ist zwar nicht bindend, aber Neuendorf steht hinter dem Ergebnis und drängt die Regionalverbände, den Vorschlag zu prüfen und zu bewilligen. Die Initiative zur Aufstiegsreform hat bundesweit Rückhalt gefunden, unterstützt von zahlreichen Vereinen und Fanszenen.

Mögliche hindernisse und offene fragen

Mögliche hindernisse und offene fragen

Trotz der positiven Aussichten gibt es noch einige offene Fragen. Insbesondere die Verteilung der letzten Startplätze und die genaue Ausgestaltung der Zulassungskriterien müssen noch geklärt werden. Einige Regionalverbände, insbesondere aus West und Südwest, könnten noch Bedenken haben. Die Entscheidungsfindung liegt nun bei den Mitgliedsverbänden des DFB.

Die zukunft der regionalligen

Mit der Reform der Regionalligen soll eine attraktivere und leistungsstärkere Viertklassigkeit geschaffen werden. Die Vereinfachung der Strukturen und die einheitlichen Regeln sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Entwicklung des Nachwuchses zu fördern. Die Reform ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des deutschen Fußballs und zur Stärkung der Basis.

Kernpunkte der Reform
Vier Regionalliga-Staffeln
Reduzierung der Teams von 90 auf 80
Dynamische Staffeleinteilung nach Fahrtstrecke
Einheitliche Zulassungskriterien