Regionalliga-reform: bayerischer fußball-schock!

Die Pläne zur Regionalliga-Reform liegen auf Eis – zumindest vorläufig. Während der DFB und andere Verbände auf ein „Kompass-Modell“ oder ein „Regionen-Modell“ setzten, haben sich 25 bayerische Klubs am Dienstag in Fürth zu einem überraschenden Gegenentwurf bekannt. Ein regelrechter Aufschrei aus dem Freistaat, der die bisherigen Verhandlungen fundamental in Frage stellt.

Die forderung nach gleichbehandlung aller meister

Die forderung nach gleichbehandlung aller meister

Im Kern steht die Forderung, dass alle Meister aufsteigen sollen – eine Position, in der sich die bayerischen Vereine einig sind. Doch der Weg dorthin ist offenbar komplizierter als gedacht. Denn, so die Kritik, weder das „Kompass-Modell“ noch das „Regionen-Modell“ berücksichtigen ausreichend die Besonderheiten der dritten und fünften Spielklasse. Eine bloße Reduzierung der Regionalligen von fünf auf vier sei längst nicht genug.

Ein bahnbrechender Vorschlag: Die Zweiphasen-Modell

Die 25 Klubs aus Bayern präsentieren nun eine eigene Lösung: ein sogenanntes „Zweiphasen-Modell“. Im Prinzip sollen die fünf Regionalligen nach der Hinrunde geteilt werden. Die besten Teams jeder Liga spielen dann um den Aufstieg in einer von vier neuen Ligen, während die unteren Hälften in ihren Staffeln um den Klassenerhalt kämpfen. Eine Idee, die sowohl Chancen für ambitionierte Vereine bietet, als auch die kleineren Klubs schützt.

Doch damit nicht genug: Dr. Christoph Kern, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands, betont, dass eine Abstimmung mit der DFL unerlässlich ist. Insbesondere die Frage der Talentförderung und die Rolle der Zweitvertretungen in den Regionalligen müssen neu diskutiert werden. Die Kontroverse um den Drittliga-Aufstieg heizt die Debatte weiter an.

„Der Austausch hat verdeutlicht, dass die bisherigen Ergebnisse und die Beschränkung auf zwei Lösungsvorschläge zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausreichend sind“, so Kern. Stattdessen soll eine eigene Arbeitsgruppe die Möglichkeiten des Zweiphasen-Modells weiter ausarbeiten und eine nachhaltige Lösung für die Zukunft finden. Die Bewegung wächst inzwischen auf 74 Mitglieder – ein deutliches Zeichen für den Reformbedarf.

Die Zeit drängt, denn die Aufstiegsreform 2025 soll in Kraft treten. Ob die bayerischen Vereine mit ihrem neuen Modell durchsetzen können, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der deutsche Fußball steht vor einer spannenden Zerreißprobe.