Recken verpassen knappe führung: unentschieden gegen lemgo!
Ein bitterer Abpfiff für die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag: Gegen den TBV Lemgo Lippe, frischgebackene Bronzemedaillen-Gewinner des DHB-Pokal-Final4, trennten sich die Recken mit 30:30. Die Chance auf einen Sieg, insbesondere in der allerletzten Angriffssituation, ließ man liegen – ein Umstand, der Coach Leif Tissier sichtlich frustrierte.

Die vergebene chance in überzahl
Die letzte Aktion, eine 7:5-Überzahl, hätte den Sieg bedeuten können. Doch wie Tissier verärgerte erklärte: „Wenn man sich die nochmal anguckt, haben wir eigentlich den freien Kreisläufer in der letzten Aktion.“ Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen, obwohl er betonte, dass das Spiel insgesamt auf Augenhöhe verlaufen sei. „Da kann man sich weder beschweren, noch zu doll freuen.“
Es war ein Spiel, bei dem Konzentration und Fehlervermeidung den Ausschlag gaben, so Tissier. Lemgo präsentierte sich mit Urh Kastelic im Kasten als das etwas abgebrühtere Team, dessen Torwart den Recken immer wieder im entscheidenden Moment die Räume verdampfen ließ. Michalcziks Ausfall wiege dabei schwer, das sei „der gesamten Mannschaft brutal weh“.
Tissier: „Gerade Marians Effekt auch in der Abwehr darf man nicht unterschätzen.“ Der Verlust des erfahrenen Spielmachers schlug spürbar zu und erschwerte die Defensivarbeit. Trotz des „verdienten Unentschiedens“ steht am Mittwoch bereits das Viertelfinale in der European League gegen die SG Flensburg-Handewitt an - eine Chance, die Tissier und sein Team sich nicht entgehen lassen wollen. „Natürlich ist es eine Riesenchance für uns und für den Verein, etwas Historisches zu schaffen.“
Doch bevor die Recken sich den Gedanken dem Flensburg-Duell widmen, müssen sie die Lehren aus dem Remis gegen Lemgo ziehen. Die Enttäuschung ist da, aber die Motivation, sich zu verbessern und die Chance in der European League zu nutzen, ist ungebrochen.
