Real zaragoza: historischer umbruch und neuanfang in der primera rfef!
Ein Erdbeben in Zaragoza! Sportdirektor Lalo Arantegui hat die Werkself mit einem historischen Schritt neu geformt: 26 Abgänge, eine Bilanz, die in der spanischen Fußballgeschichte ihresgleichen sucht. Doch aus dem Kahlschlag soll ein starkes Team für die Primera RFEF entstehen – ein Projekt, das mit frischem Wind und ambitionierten Zielen verfolgt wird.
Neuzugänge und verlängerungen: die weichen für die zukunft
Neben den 26 Abgängen, darunter sieben Spieler, die lediglich ausgeliehen waren und nun zu ihren Vereinen zurückkehren, sowie 19 Spieler, deren Verträge nicht verlängert wurden, präsentierte Arantegui gleich fünf Neuzugänge. Rubén Díez von Ceuta, Jaume Jardí vom Nàstic, Peter Ademo vom Sheriff Tiraspol, Raúl Pereira (nach Einigung mit Cádiz) und der junge Torwart Anartz Peña vom Arenas de Getxo sollen die Mannschaft verstärken. Ein langjähriger Vertrag mit Tachi wurde zudem um eine weitere Saison verlängert, mit einer Option für ein weiteres Jahr.
Das Trainerteam um Cheftrainer Ibai Gómez, unterstützt von seinen Assistenten Íñigo Larriqueta, David Vinatea, dem Athletiktrainer Miki Lampre, Pablo Quílez (ebenfalls Athletik und Datenanalyse) und Torwarttrainer Jaime Roda, steht bereits fest. Der Fokus liegt klar auf jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs – eine strategische Entscheidung, die den Verein langfristig prägen soll.

Die kader-grundstruktur und die ambitionen für die saison
14 Spieler aus der Vorsaison gehören weiterhin dem Kader an, darunter erfahrene Kräfte wie Juan Sebastián und Francho. Hinzu stoßen die von ihren Leihen zurückkehrenden Kosa, Liso, Pau Sans, Hugo Carrillo und Samed Bazdar. Arantegui plant mit einem Kader von 22 Spielern, zwei pro Position plus Nachwuchsspielern, um Flexibilität zu gewährleisten. Ibai Gómez setzt auf diese Philosophie, die den Fokus auf die Förderung junger Talente legt. Der Verein plant, acht bis neun weitere Spieler zu verpflichten, wobei Verkäufe in Betracht gezogen werden, sollten attraktive Angebote eingehen.
“Wir wollen uns in den Top-Budgets der Liga positionieren,” betonte Arantegui, obwohl er zugleich darauf hinwies, dass dies allein keinen Erfolg garantiert. “Die wirtschaftliche Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr geändert, und wir müssen uns anpassen.” Die Eigentümer des Vereins stehen hinter diesem neuen Ansatz und haben dem Management die notwendigen Mittel für die Umsetzung zugesagt.

Bazdar im fokus und die zukunft des nachwuchses
Der Stürmer Samed Bazdar, für den der Verein bereits eine erhebliche Investition getätigt hat, soll trotz seines Engagements bei der Weltmeisterschaft nicht abgegeben werden, sofern kein attraktives Angebot eingeht. “Wir werden niemanden verschenken,” erklärte Arantegui. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Neugestaltung des Nachwuchsleistungszentrums, mit umfassenden Änderungen in der Struktur und Organisation. Dies soll in der kommenden Woche mit den Familien der Spieler besprochen und anschließend öffentlich bekannt gegeben werden.
Die Vorbereitungsphase beginnt am 16. Juli in Zaragoza und wird eine Woche später in Boltaña fortgesetzt. Das Freundschaftsspiel um den Carlos Lapetra-Pokal findet am 8. August im Ibercaja Estadio statt. “Wir senden einen aufmunternden Gruß an unsere treue Anhängerschaft”, sagte Arantegui. “Es ist noch zu früh, um große Versprechungen zu machen, aber wir werden mit einer mutigen und innovativen Idee in die Saison gehen, die bereits im Jugendbereich verankert ist. Es ist ein Jahr des Wandels und der Vertrauensbildung.”
