Alba zerquetscht bambergs finale-träume – 97:66 macht saison-märchen klar

Die Nacht, in der Geschichte buchstäblich verweigert wurde, endete mit einem dumpfen Klatschen im Mercedes-Benz-Arena-Kessel: 97:66. Bamberg, das in den vergangenen Wochen jeden Widerstand niederbrannte, prallte in Berlin gegen eine Wand namens Alba. Kein Team hatte jemals Spiel fünf in fremder Halle gewonnen – und das wird auch 2026 so bleiben.

Im zweiten viertel zerbarst der traum

700 Fans aus Oberfranken hatten mitgereist, ein roter Teppich aus Stimmen, der die Mannschaft ins Viertelfinale tragen sollte. Doch nach einer zaghaften ersten Viertelminute schlichen sich Ballverluste ein, die Berlin eiskalt bestrafte. 8:0-Lauf Alba, Auszeit Gavel. Der Coach schrie „Transition Defense!“, aber die Worte verhallten im Getöse. Mit sieben Treffern aus 25 Würfen ging Bamberg in die Kabine – 30:9 lautete das zweite Viertel, ein Protokoll der Ohnmacht.

Vor den Augen von NBA-Talenten Moritz und Franz Wagner zerlegte Alba das Bamberger Spielsystem Schicht für Schicht. Die Albatrosse flogen höher, sprinteten schneller, warfen gnadenloser. Dreier um Dreier regnete es auf den Korb der Gäste, bis selbst die mitgereisten Trommler verstummten.

Saison ohne ende – pokal bleibt unantastbar

Saison ohne ende – pokal bleibt unantastbar

Nach der Pause kämpfte sich Bamberg zurück, zumindest was Energie ange und Körpersprache betrifft. Doch jedes kleine 6:0 wurde von einem 12:0-Lauf der Berliner im letzten Viertel konterkariert. Am Ende stand eine 31-Punkte-Klatsche, die Zahlen lügen nicht.

Dennoch: Als die Sirene schrillte, applaudierten die Bamberger Anhänger. Sie wussten, dass das Team in diesem Jahr etwas Außergewöhnliches geleistet hatte. Als Anton Gavel vor zwei Jahren kam, lag Bamberg auf Platz elf. Jetzt steht der Pokal im Regal, das erste große Silber seit 2019, und die Play-off-Teilnahme war längst mehr als erhofft.

„Sensationelle Saison“, twitterte der Verein noch in der Nacht. Und er hat recht. Alba darf jetzt gegen FC Bayern Basketball antreten (Freitag, 20:30 Uhr), während Bamberg den Kopf heben kann. Der Pokal bleibt, die Erinnerung bleibt – die Niederlage ist nur ein Fußnote in einem Märchen, das längst jeder im Frankenland auswendig kann.