Real zaragoza erwacht: drei siege, drei punkte rückstand, eine mission
Von acht Punkten Rückstand auf den Klassenerhalt auf drei. Real Zaragoza hat Ostern vorgezogen. Während die gläubige Welt die Auferstehung feiert, hat David Navarro sein Team bereits aus den Toten geholt – und das ausgerechnet in der härtesten Phase des Spielplans.
Drei siege gegen die tabellenspitze: das ist kein zufall
Zaragoza hat in den letzten vier Partien dreimal gewonnen. Gegen Almería, Tabellenführer. Gegen den Racing de Santander, Zweiter. Und gegen Cádiz. Nur gegen Deportivo, ebenfalls aus der Spitzengruppe, gab es eine knappe, würdige Niederlage. Wer solche Gegner schlägt, verdient keine Ausreden mehr – der verdient Respekt.
Das Ibercaja Estadio hat sich verwandelt. Zwei Heimsiege in Folge, beide mit 2:0, kein einziges Gegentor. Die Fans haben gespürt, dass da wieder etwas brennt. Und sie haben geantwortet. Die Atmosphäre, die man sich monatelang gewünscht hatte, ist endlich da.

Was navarro anders macht als sellés
Vor einigen Wochen war Zaragoza schon einmal nah dran. Unter Rubén Sellés hatte man den Abstand auf drei Punkte reduziert – dann kam der Absturz, die Ergebniskrise, das Ende des Trainers. Ein schmerzhaftes Déjà-vu drohte.
Navarro hat genau das verhindert. Nicht durch taktische Revolutionen, sondern durch etwas Schlichteres und Wirksameres: Er hat dem Team seinen Glauben zurückgegeben. Man sieht es in jedem Zweikampf, in jedem Pressing, in jedem Meter, den Francho Serrano läuft – und der Aragonier läuft für zwei. Die Einstellung ist eine andere. Das ganze Kollektiv wirft sich in jeden Ball, als wäre es der letzte der Saison.

Die osterwoche entscheidet mehr als ein feiertag
Zwei Spiele stehen jetzt an, und beide haben Endspielcharakter. Am Donnerstag reist Zaragoza zu Leganés – ein direktes Duell im Abstiegskampf, kein Raum für Sentimentalitäten. Am Sonntag kommt Mirandés, Drittletzter, ein Team ohne Puffer, das ebenfalls kämpft wie ein verwundetes Tier.
Navarro hat einmal gesagt, er glaube an seine Spieler. Die Tabelle sagt langsam dasselbe. Drei Punkte Rückstand auf den Klassenerhalt – das ist keine Komfortzone, aber es ist kein Todesurteil mehr. Zaragoza lebt. Und dieser Zaragoza rennt.
