Real sociedad zieht die reißleine und will matarazzo jetzt langfristig sichern
Pellegrino Matarazzo kam im vergangenen Winter mit einem Kurzzeit-Vertrag nach San Sebastián – und wird nach dem Pokal-Coup nicht mehr herkommen. Der Verwaltungsrat um Jokin Aperribay verhandelt bereits über eine sofortige Vertragsverlängerung, nachdem der 46-Jährige die txuriurdin binnen weniger Monate von der Krise in die Champions-League-Zone und zum ersten Copa-del-Rey-Titel seit 34 Jahren geführt hat.
Die zahlen sprechen eine klare sprache
Seit Matarazzos Amtsantritt holte Real 2,1 Punkte pro Spiel, verlor nur zweimal und schoss in 21 Partien 37 Tore. Die Leistungskurve steigt steiler als die Anoeta-Mauer, und das Management will die Euphorie nicht an der Saisonplanung zerschellen lassen. „Wir sind sehr glücklich mit ‚Rino‘, und wir reden intensiv, weil wir ihn langfristig sehen“, bestätigte Sportdirektor Roberto Bretos.
Die Klausel, die ursprünglich bis Sommer 2025 lief, gilt den Verantwortlichen inzwischen als Etikettenschwindel. „Ein Trainer für anderthalb Jahre? Das reicht nicht einmal für eine Spielanalyse“, sagt ein Insider. Deshalb soll der neue Kontrakt bis 2027 oder länger reichen – mit deutlich verbesserten Konditionen für den Deutsch-Amerikaner, der zuvor bei VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim arbeitete.

Was niemand außerhalb der umkleide merkt
Matarazzos größter Trumpf ist nicht nur die Taktik, sondern die Geschwindigkeit, mit der er die Mannschaft in die gegenpresseaffine Maschine verwandelt hat, die jetzt Gegner wie Barça und Real Madrid auskontert. Spieler wie Brais Méndez sprechen offen davon, „endlich wieder Spaß“ zu haben. Die Kabine steht hinter dem Coach – ein Faktor, den das Präsidium nicht ignorieren will.
Die Verhandlungen laufen parallel zur finalen Vorbereitung auf die neue Saison. Aperribay will die Sache noch vor dem Trainingsauftakt am 8. Juli unter Dach und Fach bringen, um Transferplanung und Leistungszentrum nicht ins Wanken zu bringen. „Wenn wir ihn jetzt verlieren, wäre das ein Rückschritt, den wir uns nicht leisten können“, sagt Bretos. Die Botschaft ist klar: Matarazzo soll das neue Gesicht der Real Sociedad werden – und zwar nicht nur für ein Jahr, sondern für ein ganzes Jahrzehnt.
