Real madrids horror-auswärtsbilanz: nur 27 % siege – europa lacht

Einmal Oaka, immer Oaka: Im Friedens- und Freundschaftspalast kann selbst der Real Madrid zum Opfer werden – aber nicht so, wie es die Königlichen am Dienstag taten. 78:92 gegen Panathinaikos, die Art der Niederlage peinlich, die Summe aller vorherigen Pleiten auf fremdem Parkett aber existenzbedrohend. Denn wer in Mailand, München, Paris, Dubai, Kaunas und Vitoria jeweils die Koffer mit nur einem Punkt Rückstand zuklappt, darf sich hinterher nicht wundern, wenn die Tabelle ihn auf Platz fünf versetzt – ohne Heimvorteil fürs Viertelfinale.

Scariolo zählt die fast-siege

„Wir spielen eine großartige Saison“, versuchte Sergio Scariolo zu beschwichtigen, nachdem sein Team im Pireus erneut in den letzten zwei Minuten den Faden verlor. Fünf Niederlagen mit einem oder zwei Punkfen Differenz – manchmal Pech, manchmal falsche Entscheidung, immer der bittere Nachgeschmack. Doch die Zahlen lügen nicht: 5-13 in der Fremde, das schlechteste Auswärtssiegtempo seit Einführung des Jeder-gegen-Jeden-Modus. Nur Bayern, Virtus Bologna, Baskonia, Efes und ASVEL sind noch hilfloser unterwegs – und die haben längst die Play-offs abgeschrieben.

Die Historie verspricht kein Wunder: 81,2 Prozent der Teams mit Heimrecht im Viertelfinale erreichen die Final Four. Reals aktuelle Siegquote außerhalb der WiZink Center: 27,7 %. Nur zweimal schafften es Klubs mit einem noch schwächeren Away-Record, unter die besten Sechs zu rutschen – Maccabi und Efes 2021/22, damals allerdings ohne die annullierten Russen-Spiele. Kein Vergleich also, nur ein düsterer Vorreiter.

Istanbul wird zur falle

Istanbul wird zur falle

Am Donnerstag wartet Fenerbahçe, selbst in Schieflage nach vier Pleiten in Serie. Doch gerade deshalb birgt das Ülker-Sportarena höchste Sprengkraft: Die Türken sind hungrig, Madrid angeschlagen. Gewinnt Real beide Auswärtsspiele – in Istanbul und beim Crvena zvezda –, rutscht es noch auf Rang vier und sichert sich den begehrten Heimvorteil. Verliert es eins, droht das Play-in. Verliert es beide, reicht vielleicht sogar Platz acht. Der Olympiacos hat den direkten Vergleich sicher, Zalgiris und Panathinaikos ebenfalls. Die Taschenrechner-Phase beginnt früher als je.

Die Königslogik ist simpel: Ohne Siege in fremden Hallen gibt es keine Krone. Und wer schon in der Vorrunde den Zusammenhang verliert, darf sich nicht wundern, wenn Europa im Mai ohne ihn feiert. Das nächste Flugzeug Richtung Bosporus rollt – mit oder ohne Real an Bord.