Real madrid: saison ohne titel – droht der tiefpunkt?
Madrid steht vor dem Abgrund. Nach dem blamablen Ausscheiden in der Champions League und dem Ausrutscher in der Liga droht dem spanischen Rekordmeister die erste Saison ohne Titel seit 2020/21. Ein düsteres Kapitel in der stolzen Geschichte des Bernabéu könnte geschrieben werden.

Die parallelen zur saison 2020/21 sind erschreckend
Wie schon damals, unter Zinedine Zidane, wird die Liga von den Verfolgern – in diesem Fall Barcelona – übertrumpft. Die Erinnerungen an die Saison 2020/21 sind schmerzhaft: Atlético Madrid krönte sich zum Meister, während der Real Madrid als Zweiter da stand. Auch in der Champions League scheiterte man früh, diesmal am FC Chelsea. Die Supercopa de España ging an den Athletic Bilbao, und im Copa del Rey wurde man bereits in der ersten Runde vom Drittligisten Alcoyano aus dem Wettbewerb geworfen – ein Schock für die königlichen.
Die aktuelle Situation ist ähnlich besorgniserregend. Madrid liegt nun satte sieben Punkte hinter Barcelona zurück und muss sich eingestehen, dass die Meisterschaft nur noch schwer erreichbar ist. Das jüngste 2:1 bei Real Mallorca offenbarte erneut die Defizite in der Mannschaft, die trotz des Engagements von Stars wie Kylian Mbappé nicht überzeugen können. Die Niederlage gegen den FC Mallorca ist symptomatisch für eine insgesamt schwache Vorstellung.
Mbappé im Fokus: Der französische Superstar, der mit großen Erwartungen nach Madrid kam, kann bisher nicht sein volles Potenzial entfalten. Seine Ankunft sollte den Weg zum Henkelpott ebnen, doch stattdessen scheint er in einem Team gefangen zu sein, das weit hinter den europäischen Spitzenklubs zurückbleibt. Die Frage, ob Mbappé in Madrid die erhoffte Dominanz zeigen kann, wird immer lauter gestellt.
Die jüngste Pleite gegen den FC Bayern in der Champions League verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, die Mannschaft zu verstärken und eine neue taktische Ausrichtung zu finden. Die 1:2-Niederlage war nicht nur eine sportliche Enttäuschung, sondern auch ein Spiegelbild der fehlenden Konstanz und Leidenschaft.
Die Saison 2024/25 verlief ebenfalls enttäuschend, mit lediglich einem Supercup-Sieg und dem Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft. Der Abschied von Carlo Ancelotti war die Folge. Nun gilt es für Álvaro Arbeloa, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen und eine neue Ära einzuleiten.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Real Madrid hat in den letzten beiden Saisons die Dominanz verloren, die den Verein so lange ausgezeichnet hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen die richtigen Entscheidungen treffen können, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen und die Fans mit neuen Titeln zu begeistern. Die nächste Saison könnte entscheidend sein, um den Ruf des Real Madrid als einer der erfolgreichsten Vereine der Welt zu bewahren.
