Rb leipzig verteidigt sich nach union-provokation – sexismus-vorwürfe!

Leipzig und Berlin liefern sich einen Seitenhieb-Krieg auf Social Media, der überraschend hitzig wurde. Nach einem ironischen Post von Union Berlin gegen RB Leipzig eskalierte die Situation, was zu heftigen Diskussionen und Sexismus-Vorwürfen führte. Der Aufschrei: RB hatte Bilder der ehemaligen Hospitantin Marie-Louise Eta veröffentlicht.

Die ausgangssituation: union stichelt gegen rb

Die ausgangssituation: union stichelt gegen rb

Der Stein des Anstoßes war ein Tweet der Berliner, der zwar humorvoll gemeint war, aber in Leipzig auf wenig Gegenliebe stieß. „Also an Leipzig selbst liegt’s ja nicht – schon ne schöne Stadt…“, hieß es vor dem Bundesliga-Duell. Ein klarer Seitenhieb, der die Leipziger offenbar provozierte.

RB Leipzig reagierte prompt mit einer Collage von Bildern, die Eta während ihrer Hospitanz im Sommer 2022 zeigt. Darauf ist sie unter anderem mit Ex-Trainer Marco Rose und dem ehemaligen Starspieler Dominik Szoboszlai zu sehen. Eine Maßnahme, die beim Publikum allerdings auf erhebliche Kritik stieß.

Die Reaktion aus Leipzig: Eine Erklärung und Entschärfung

Die Leipziger betonen nun in einer offiziellen Stellungnahme, dass Sexismus bei RB Leipzig keinen Platz habe. „Diese Collage haben wir nun erneut – mit einem Verweis auf ihre schöne Zeit in Leipzig und als Reaktion auf einen vorherigen Union-Post – veröffentlicht“, verteidigt der Verein seinen Schritt. Man wolle damit auf die positive Zusammenarbeit mit Eta hinweisen und betonen, dass im Verein zahlreiche Frauen in Führungspositionen vertreten seien.

Es ist ein Balanceakt: Einerseits soll die Wertschätzung für Eta, die nach dem Aus von Steffen Baumgart interimsweise die Union-Mannschaft übernahm, zum Ausdruck gebracht werden. Andererseits muss der Verein den Vorwurf des Sexismus abwehren, der durch die Veröffentlichung der Bilder in den sozialen Medien laut wurde. Die Entscheidung von Union, Eta zur Cheftrainerin zu befördern, wurde übrigens überwiegend positiv aufgenommen, wenngleich es auch hier vereinzelt sexistische Kommentare gab.

Die Affäre zeigt einmal mehr, wie schnell sich eine scheinbar harmlose Provokation in einen öffentlichen Streit entwickeln kann. Die sozialen Medien sind in diesem Fall zum Schlachtfeld geworden, auf dem es nicht nur um Fußball, sondern auch um Geschlechterrollen und gesellschaftliche Normen geht.

Die Leipziger Führung hat sich nun in die Bresche gewagt, um die Fassade aufrechtzuerhalten. Ob sie damit erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Schlagabtausch zwischen Leipzig und Berlin hat die Gemüter erhitzt und die Debatte über Sexismus im Fußball neu entfacht. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über 15.000 Kommentare wurden allein unter dem RB-Post registriert – ein Beweis für die Brisanz der Thematik.