Rayo vallecano: rasante renovierung der sportanlagen und stadion-träume!

Madrid brodelt! Raúl Martín Presa, Präsident des Rayo Vallecano, hat in einer Pressekonferenz nach der emotionalen Abschiedszeremonie für Iñigo Pérez weitreichende Pläne für die Zukunft des Vereins verkündet. Neben dem Abschied eines Vereinsikonen stehen umfassende Sanierungen und ehrgeizige Bauvorhaben an, die den Verein auf ein neues Level heben sollen.

Neues grün für die jugendabteilung

Als erste Maßnahme steht die vollständige Erneuerung aller Rasenflächen in der Sportanlage an. Der Verein hat sich mit der Stadtverwaltung von Madrid auf eine Partnerschaft geeinigt, die es ermöglicht, die Anlagen im Sommer zu modernisieren und bereits im August wieder in Betrieb zu nehmen. Ein Deal, der dem Verein zwar eine finanzielle Belastung von 50% der Gesamtkosten auferlegt, den Martín Presa jedoch als notwendigen Schritt zur Verbesserung der Trainingsbedingungen begrüßt. „Es ist ein Kompromiss, den wir eingehen mussten, aber wir wollen investieren und uns verbessern“, so der Präsident.

Die infrastruktur-misere des rayo

Die infrastruktur-misere des rayo

Martín Presa nutzte die Gelegenheit, um die vergleichsweise schlechte Ausstattung des Rayo Vallecano im Vergleich zu anderen Madrider Topklubs anzuprangern. „Wir sind der einzige Proficlub in Madrid, der nur ein einziges Naturbahnfeld in seiner Sportanlage besitzt“, betonte er und verwies auf die zwei oder mehr Naturbahnfelder, über die Real Madrid, Atlético, Getafe und Leganés verfügen. Diese Limitierung beeinträchtigt direkt die Vorbereitung des Teams und zwingt den Verein, die Nutzung des Feldes mit Regenerationsphasen zu koordinieren. Hinzu kommen geplante Renovierungsarbeiten an den Umkleidekabinen im Estadio de Vallecas im Juni, Juli und August.

Ein eigenes stadion für die zukunft

Ein eigenes stadion für die zukunft

Der Traum von einem eigenen Stadion in Puente de Vallecas mit einer Kapazität von rund 27.000 Zuschauern, dessen wirtschaftliche Ausbeutung vollständig dem Verein zugute kommen soll, wird weiterhin verfolgt. Die hohe Ticketnachfrage bei der Finalpartie in Leipzig – über 12.000 Fans reisten an und das Estadio de Vallecas war gleichzeitig ausverkauft – diente als eindringliches Argument für die Notwendigkeit einer größeren Infrastruktur. „Wir brauchen ein Stadion, das 27.000 Menschen fassen kann und uns ermöglicht, die Ressourcen zu generieren, die wir heute nicht generieren können. Wer das bestreitet, soll seine sozialen Netzwerke abschalten“, forderte Martín Presa.

Ticketverkauf: tradition statt online-convenience

Auch die umstrittene Politik des Vereins, Tickets nicht online zu verkaufen, wurde verteidigt. Der Präsident argumentierte, dass die technische Unmöglichkeit, den Herkunftsort der Käufer online zu überprüfen, das Risiko birgt, dass gegnerische Fans die Blöcke der eigenen Anhänger besetzen. „Wir sind der Verein mit der höchsten Stadionauslastung, bei jedem Spiel ist ausverkauft. Wenn wir Online-Tickets anbieten würden, riskieren wir, dass ein Teil der Tickets, die für unsere Fans aus Vallecas bestimmt sind, von gegnerischen Anhängern gekauft werden“, erklärte er. Eine Umfrage unter den Abonnenten habe ergeben, dass 90% es bevorzugen, sich in die Schlange zu stellen und ihre Tickets persönlich zu erwerben, anstatt das Risiko einer Online-Pleite einzugehen.

Rechtsstreit mit dem staat

Martín Presa kündigte zudem an, eine Schadenersatzklage gegen den Staat wegen der Beschränkungen beim Ticketverkauf beim Auswärtsspiel in Butarque einzureichen, die dem Verein schätzungsweise einen Verlust von einer Million Euro bescherte. „Was wir in Butarque erlebt haben, ist eine Schande“, schimpfte er.

Nachfolge und sportliche ziele

Die sportliche Nachfolge von Iñigo Pérez wird derzeit von der sportlichen Leitung des Vereins geprüft, wobei die in den letzten Jahren entwickelten Spielparameter beibehalten werden sollen. Die Zukunft von Óscar Trejo bei der Mannschaft soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Das übergeordnete sportliche Ziel bleibt die sechste Consecutive Ligazugehörigkeit, die für den Rayo Vallecano „einen Triumph gleichkommt, als hätten wir die Champions League gewonnen“.