Euroliga-finale: real madrid scheitert an olympiakos – und an der schiedsrichterleistung?
Aten. Der Traum von der erneuten Königskrone ist geplatzt. Real Madrid hat das Finale der EuroLeague gegen Olympiakos Piräus mit 85:92 verloren und damit die Chance vertan, den Titel nach 2018 zurückzugewinnen. Doch die Niederlage schmeckt bitter, denn im Lager der Madrilenen herrscht der Verdacht auf eine strittige Schiedsrichterleistung, der nun für hitzige Diskussionen sorgt.

Sergio scariolo schießt mit harschen worten
Während einige Spieler wie Abalde, Hezonja und Tavares (letzterer via 'X') nur indirekt auf die Unparteiischen anspielten, ließ Real Madrids Trainer Sergio Scariolo drei Tage nach dem Spiel gegen Baskonia keinerlei Zweifel: „Offensichtlich haben wir das beklagt, das ist unbestreitbar. Eine Ungerechtigkeit wurde empfangen. Ich gehe nicht darauf ein, wie der Verein das handhaben oder verwalten wird“, erklärte er nach dem Liga Endesa Spiel. Seine Worte stießen auf breite Zustimmung, verstärkten aber auch die Kontroverse um den Schiedsrichterkurs.
Die Reaktion von Olympiakos' Trainer Georgios Bartzokas ließ nicht lange auf sich warten. Mit spöttischem Unterton konterte er: „So ist das Leben. Anstatt uns auf uns selbst zu konzentrieren, versuchen wir, die Leistung einer anderen Person herabzusetzen. Wir sind ein großer Verein, wir suchen keine Ausreden, wenn wir verlieren.“ Bartzokas betonte zudem, dass die Leistung des Teams im Vordergrund stehen müsse und nicht die vermeintlichen Fehler der Schiedsrichter.
Ein Foul zu viel? Bartzokas spielte zudem auf einen konkreten Moment an: „Kein Schiedsrichter erlaubt es Ihnen, 40 Minuten lang so hart zu verteidigen oder eine Foul an Campazzo für einen Korrekturwurf zu pfeifen.“ Diese Aussage deutet auf eine klare Ansicht des Olympiakos-Coaches hin, der Real Madrids Beschwerden als ungerechtfertigt abtut.
Die Verärgerung betraf jedoch nicht nur Scariolo. Dimitris Giannakopoulos, der Besitzer von Panathinaikos Athen, unterstützte die Aussagen des Real-Trainers. Bartzokas konterte daraufhin: „Entweder wir bestrafen alle und warten, bis sie ihren Inhalt verloren haben, oder wir nehmen dieses Problem wirklich ernst und untersuchen es.“ Er erinnerte zudem an eine umstrittene Szene im Spiel zwischen Panathinaikos und Barcelona: „Der Diebstahl von Panathinaikos vom Barça mit einem illegalen Foul von Vrankovic – sogar die EuroLeague musste sich dafür entschuldigen.“
Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistung werfen ein schlechtes Licht auf die EuroLeague und lassen Fragen über die Objektivität der Unparteiischen aufkommen. Ob Real Madrid seine Beschwerde weiterverfolgen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass der Titelgewinn von Olympiakos von einem Schatten der Kontroverse begleitet wird.
Die Ereignisse zeigen, dass der Sport nicht nur von Können, sondern auch von Glück und manchmal von fragwürdigen Entscheidungen geprägt ist.
