Stanković: sohn aleksandar wird mich übertrumpfen – wenn er konstanz findet!
Belgrad – Dejan Stanković, die Legende des FC Internazionale Milano, hat im Mozzartsport-Podcast „2x45“ eine überraschende Prognose über die Zukunft seines Sohnes Aleksandar abgegeben. Der junge Stürmer, der aktuell beim SV Brügge in Belgien spielt, könnte laut seinem Vater in den kommenden Jahren die serbische Nationalmannschaft dominieren – aber nur, wenn er seine Leistungen stabilisiert.

Die bürde des vaternamens
Aleksandar Stanković steht zweifellos im Schatten seines berühmten Vaters, der selbst eine brillante Karriere im Fußball hinter sich hat. Doch Dejan Stanković sieht die Herausforderung gelassen. „Jeder ist dafür bezahlt, seine Arbeit zu tun“, betonte er im Podcast. „Der Bundestrainer muss seine Entscheidungen treffen und die Verantwortung dafür übernehmen. Ich kann meinem Sohn nur alles Gute wünschen und unterstütze ihn voll und ganz.“
Doch Stanković senior machte deutlich, dass es nicht darum gehe, ihn als seinen Nachfolger zu sehen. „Aleksandar muss an sich selbst arbeiten und sich selbst übertreffen. Ich habe zwanzig Jahre auf höchstem Niveau gespielt, 16-17 Jahre in der Serie A und vier Jahre bei Roten Stern Belgrad. Wenn er 15-16 Jahre konstant auf höchstem Niveau spielt, dann wird er mich übertroffen haben – er wird mich verdrängt haben.“
Die Karrierewege der Stanković-Söhne verlaufen dabei alles andere als geradlinig. Filip, der ältere Bruder, sammelte bereits Erfahrungen in Volendam, Sampdoria und Venedig. Aleksandar wechselte von Luzern über Brügge und hat es nun geschafft, sich beim belgischen Top-Klub durchzusetzen. „Das sind harte Wege, aber sie können einem zum Wachsen verhelfen“, so Stanković stolz auf seine Söhne.
Er betonte, dass der Wechsel nach Brügge entscheidend für die Entwicklung seines Sohnes war. „Ich habe gesehen, was Brügge mit Aleksandar in zwei bis drei Monaten gemacht hat. Das ist das Ergebnis harter Arbeit.“
Ein Blick zurück: Stanković erinnerte sich an die Schwierigkeiten, jungen serbischen Talenten in der Heimat eine kontinuierliche Entwicklung zu ermöglichen, oft aufgrund finanzieller Einschränkungen. „Nicht alle unsere Jungs können diese Erfahrung machen, weil die wirtschaftlichen Anforderungen der serbischen Klubs oft zu hoch sind.“
Die Worte des ehemaligen Inter-Mittelfeldspielers sind ein klares Signal an Aleksandar: Die Konkurrenz schläft nicht, und nur harte Arbeit und Konstanz werden ihm den Weg zur Weltspitze ebnen. Nur so kann er die Bürde des Namens tragen und seinen eigenen Platz in der Fußballgeschichte sichern.
