Rasur als neuanfang: scm-trainer wiegert beendet glücks-bart-serie

Schockmomente an der seitenlinie: wiegerts neue frisur

Wer am Mittwochabend die Champions-League-Partie des SC Magdeburg gegen GOG verfolgte, konnte seine Augen kaum glauben. Trainer Bennet Wiegertpräsentierte sich mit einer völlig neuen Erscheinung: Der markante Bart war gestutzt, die Haare deutlich kürzer. Dieser drastische Schritt markierte das Ende einer ungewöhnlichen Tradition, die eng mit dem Erfolg des Teams verbunden war.

Vier monate und 16 tage unbesiegbarkeit

Vier monate und 16 tage unbesiegbarkeit

Über vier Monate lang – genauer gesagt 128 Tage – blieb der SC Magdeburg ungeschlagen. Während dieser beeindruckenden Serie hatte Trainer Wiegert aus Aberglauben konsequent darauf verzichtet, sich zu rasieren oder die Haare zu schneiden. Sein wachsender Bart und die länger werdenden Haare wurden zum Symbol des Erfolgs und einer Art Glücksbringer für die Mannschaft.

Das „wiegert-gesetz“ und der super globe-vorfall

Das „wiegert-gesetz“ und der super globe-vorfall

Das „Wiegert-Gesetz“ war klar: Solange die Magdeburger gewinnen, bleiben Schere und Rasierer tabu. Lediglich beim Super Globe in Ägypten gab es eine Ausnahme. Nach der Niederlage gegen Veszprem (20:23) musste Wiegert sich dort einem Barbier hingeben. Dieser Vorfall zeigte, dass der Trainer seine Tradition ernst nimmt und an die Macht des Aberglaubens glaubt.

Die kiel-pleite als wendepunkt

Am vergangenen Sonntag kam es zum entscheidenden Moment. Die bittere 29:31-Pleite beim THW Kiel besiegelte nicht nur das Ende der Siegesserie, sondern auch das Schicksal der Glücks-Mähne. Direkt nach der Niederlage suchte Wiegert konsequent den Barbier auf, wie er selbst auf Instagram dokumentierte. Ein Schnappschuss zeigte den Coach während der Rasur.

Neuer look, alter erfolg: der einzug ins viertelfinale

Der Neuanfang scheint zu funktionieren. Mit dem frischen Look gelang dem SCM ein souveräner 37:30-Erfolg gegen GOG, der den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale der Champions League sicherte. Damit ist der Weg frei für eine neue Erfolgsserie – und vielleicht auch für eine erneute Bart- und Haarpracht, sollte der SCM weiterhin triumphieren.

Wiegerts kommentar: „übers wasser gehen können wir alle nicht“

Trainer Wiegert selbst äußerte sich humorvoll zu seiner Entscheidung: „Ich habe mich nach der Niederlage nicht erschrocken. Übers Wasser gehen können wir alle nicht.“ Diese Aussage unterstreicht seine pragmatische Seite und seine Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen. Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Schritt im Wettbewerb.

Es bleibt abzuwarten, ob die Rasur tatsächlich den Weg für eine neue Erfolgsserie ebnet. Eines ist jedoch sicher: Die Geschichte von Bennet Wiegerts Bart wird noch lange in den Annalen des SC Magdeburg weiterleben.