Rahm erlebt augusta-debakel: masters-traum geplatzt?

Jon Rahm, der Titelverteidiger, erlebte am ersten Tag des Masters eine Katastrophe von selten gesehener Art. Ein Auftakt, der ihm und seinen Fans gleichermaßen die Kehle zuschnürte und die Frage aufwirft, ob seine Titelverteidigungsambitionen bereits am ersten Tag begraben liegen.

Ein tag zum vergessen auf dem augusta national

Ein tag zum vergessen auf dem augusta national

78 Schläge – eine Zahl, die für Rahm eine neue persönliche Tiefmarke auf dem traditionsreichen Augusta National darstellt. Es war die schlechteste Runde, die der Spanier in seinen 37 Starts auf diesem Kurs gespielt hat. Schon die ersten neun Löcher waren ein Albtraum: 40 Schläge! Ein Ergebnis, das selbst gestandene Golfer ins Schwitzen bringen würde. Die Bilanz von lediglich 50 Prozent getroffenen Grüns und das Fehlen eines einzigen Birdies unterstreichen das Bild eines völlig außer Form befindlichen Champions.

“Es gibt keine Ausreden”, gab Rahm nach der Runde zu, sichtlich frustriert. “Zum Glück habe ich nicht 80 Schläge notiert, denn nach dem Schlag am 17. Loch dachte ich schon, dass es so weit kommen könnte.” Die Bedingungen auf dem Platz, so schilderte er, waren ungewöhnlich hart – eine Prüfung, die er so noch nie erlebt hatte. “Vielleicht haben wir Greens in dieser Härte mal an einem Samstag oder Sonntag gesehen, aber ein Donnerstag wie dieser… das war neu.”

Ein katastrophaler Schlag am 13. Loch verschärfte die Misere zusätzlich. Nach einem überragenden Abschlag mit dem Driver verpatzte Rahm das folgende Schlag mit dem Eisen-8 – ein einfacher Schlag, der ihm theoretisch sogar eine Chance auf einen Eagle eröffnet hätte. Der Ball landete im Gestrüpp, und ein Doppel-Bogey war die Folge. Die vier vorherigen Bogeys wirkten da schon fast wie eine Randnotiz.

“Es waren einfach zu viele Fehler”, analysierte Rahm. “Ich werde morgen versuchen, zwei oder drei Schläge unter Par zu spielen, um überhaupt noch eine Chance auf das Cutmachen zu haben.” Um die Ecke gedacht hat er, den Physiotherapeuten aufgesucht und sich eine Mahlzeit vorgenommen. Morgen sei ein neuer Tag – eine tröstliche Redewendung, die angesichts der Umstände wenig Trost spendet.

Der Schlag am 13. Loch, der mit etwas Glück drei Schläge besser ausgefallen wäre, hätte die Situation erheblich entspannen können. Doch die Realität sieht anders aus: Rahm steht vor einer gewaltigen Aufgabe, um am Wochenende überhaupt noch im Rennen um den Titel zu bleiben. Die Enttäuschung ist ihm deutlich anzusehen – ein Champion im Schockzustand, dessen Masters-Traum am ersten Tag zu zerbrechen droht.