Raducanu patzt in london: vekic krönt sich zur queen's-champion!
Ein Schock für die Tenniswelt: Emma Raducanu, einst Sensation, erlitt im Finale des Queen's Clubs eine bittere 0:6, 6:7(6:8) Niederlage gegen die souveräne Donna Vekic. Die Britin, die vor fünf Jahren die US Open gewann, schien völlig von der Rolle und verpasste damit die Chance, ihren zweiten WTA-Titel zu erringen.
Ein jähes erwachen für die ehemalige wunderin
Fünf Jahre nach ihrem Triumph in New York scheint die goldene Ära von Emma Raducanu endgültig vorbei. Der Auftakt des Finalspiels war ein Desaster: Raducanu kassierte einen klaren Bagel im ersten Satz und fand anschließend kaum Mittel gegen die abgebrühte Spielweise Vekics. Das Publikum im Londoner Queen's Club war geschockt, als die junge Britin so deutlich unterlegen war.
Die kroatische Spielerin Vekic, die im Vorjahr bereits die Überraschungssiegerin Tatjana Maria im Finale bezwungen hatte, zeigte eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den Titel verdient. Ihre taktische Disziplin und mentale Stärke waren der Schlüssel zum Erfolg. Sie ist die neue Königin auf Rasen.
Doch was ist mit Raducanu? Der schnelle Aufstieg und die anschließenden Sponsorenverträge nach den US Open 2021 waren ein Märchen. Doch das Märchen scheint sich nun in Rauch aufzulösen. Die häufigen Trainerwechsel, insbesondere die Trennung von Torben Beltz, scheinen ihre Entwicklung nachhaltig negativ beeinflusst zu haben. Die fehlende Konstanz und die mangelnde Geduld auf dem Platz sind offensichtliche Schwächen.
Die 23-Jährige hatte bereits im Februar in Cluj-Napoca das Finale erreicht, verlor aber chancenlos gegen Sorana Cirstea. Bei den Australian Open und French Open scheiterte sie früh. Nun gilt es, sich für Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli) zu fokussieren, wo sie erneut die Chance hat, ein Major-Viertelfinale zu erreichen. Aber die Frage ist: Kann sie ihre Form wiederfinden und den Druck aushalten?
Die Niederlage von Raducanu wirft ein düsteres Licht auf ihre Karriere. Während Vekic ihren Titel verteidigt, muss Raducanu sich neu erfinden, wenn sie wieder an die Spitze des Tennis zurückkehren will.

Siegemund scheitert ebenfalls in london
Auch für die deutsche Spielerin Laura Siegemund gab es im Queen's Club keine Happy-End. Sie unterlag überraschend Anisimova und verpasste damit den Einzug ins Finale. Ein weiterer enttäuschter Tag für das deutsche Tennis.