Kimmich hofft: fußball soll deutschland wieder verbinden
Vor dem ersten Gruppenspiel gegen Curaçao äußert Joshua Kimmich einen eindringlichen Wunsch: Er träumt davon, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika nicht nur sportliche Erfolge bringt, sondern auch einen positiven Schub für die deutsche Gesellschaft bewirkt. Der Kapitän der Nationalmannschaft fordert einen neuen Patriotismus, der das Land zusammenführt.

Die wm als chance für ein neues wir-gefühl
„Ich würde mir wünschen, dass in Deutschland wieder ein positiver Patriotismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich ist“, erklärte Kimmich im „BILD“-Interview, das kurz vor dem Anpfiff des Spiels gegen Curaçao veröffentlicht wurde. Die Erwartungen an das DFB-Team sind hoch, aber Kimmich sieht mehr im WM-Ereignis als nur im sportlichen Erfolg. Er betont, dass die Mannschaft „die Riesenchance hat, in Deutschland für Begeisterung und Freude zu sorgen.“
Der Vergleich zum „Sommermärchen“ von 2006 ist naheliegend. Kimmich hofft, dass die WM 2026 einen ähnlichen positiven Effekt auf die Stimmung im Land haben kann. Er spürt die Unzufriedenheit und die politische sowie gesellschaftliche Unruhe in Deutschland und sieht im Sport eine Chance, diese zu lindern. „Der Sport kann hier eine große Chance sein“, sagte der Kapitän.
Deutschland trifft auf Curaçao: Am Sonntagabend empfängt die deutsche Nationalmannschaft den klaren Außenseiter Curaçao (Anpfiff 19:00 Uhr). Die Ausgangslage ist klar, aber die Hoffnung auf einen erfolgreichen Start und eine positive Atmosphäre im Land ist groß. Die Fans warten gespannt darauf, ob die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ihre Erwartungen erfüllen kann und einen Beitrag zur Stärkung des Zusammenhalts in Deutschland leisten wird.
Die Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor, der einen Rekord aufstellt, ist ein zusätzlicher Anreiz für die Mannschaft. Die Aufstellung für das erste Spiel ist bekannt und verspricht eine spannende Begegnung. Doch letztendlich zählt nur eines: Deutschland stolz zu machen.
