Quintero-poker um millionen: river plate räumt mit spekulationen auf!

Buenos Aires – Die Gerüchteküche brodelte in den letzten Stunden um Juanfer Quintero, den gefürchteten Spielmacher von River Plate. War es das für den kolumbianischen Virtuosen in Argentinien? Eine Abwesenheit im Copa Sudamericana-Kader und persistierende Schlagzeilen deuteten auf eine mögliche Trennung hin. Doch Coach Eduardo 'Chacho' Coudet hat nun mit Nachdruck entschieden zurückgerudert und die Karten offen gelegt.

Ein strategischer schachzug für die wm-vorbereitung

Ein strategischer schachzug für die wm-vorbereitung

Die überraschende Auslassung Quinteros aus dem Copa Sudamericana-Team gegen Blooming war keinesfalls ein Zeichen von Unzufriedenheit oder gar einer Strafe, wie die argentinische Presse vorschwärmte. Coudet betonte in einer Pressekonferenz, dass es sich um eine im Vorfeld getroffene Vereinbarung handelte, die dem Spieler einen optimalen Rhythmus für die bevorstehende Weltmeisterschaft 2026 ermöglichen soll. „Wir wussten bereits am Donnerstag, dass Juanfer nicht dabei sein würde. Ich habe mit ihm mehr gesprochen als mit jedem anderen Spieler seit meinem Antritt – wir hatten am Montag ein ausführliches Gespräch von anderthalb Stunden in meinem Büro“, erklärte der Coach mit Nachdruck.

Die Berichterstattung darüber, dass es zu einem Streit kam, bezeichnete Coudet als absurd. „Am nächsten Tag las ich, dass wir uns zerstritten hätten, dass es einen Missbrauch gegeben habe. Mir ist völlig unklar, was das Ziel dahinter sein soll. Er ist ein Spieler, der bei uns hoch angesehen wird.“ Die Klarstellung des Trainers nahm den Wind aus den Segeln der Spekulationen.

Keine Abnehmer in Sicht – trotz der Andeutungen von Quinteros' Berater Rodrigo Riep, der eine mögliche Wechselabsicht angedeutet hatte. Coudet wies diese Gerüchte entschieden zurück: „Er hat mir nicht gesagt, dass er gehen möchte, und ich ihm nicht gesagt, dass er gehen muss. Das sind reine Spekulationen.“ Quintero besitzt noch bis Ende 2027 einen gültigen Vertrag bei River Plate, was eine kurzfristige Trennung unwahrscheinlich macht.

Nach dem verlorenen Finale der Liga gegen Belgrano konzentriert sich Quintero nun voll und ganz auf seine Aufgaben mit der kolumbianischen Nationalmannschaft unter Trainer Néstor Lorenzo. Er wird sich in Bogotá dem Team anschließen und an den anschließenden Testspielen gegen Costa Rica und Jordanien teilnehmen, bevor es zur Weltmeisterschaft in Nordamerika geht. Dort wird der talentierte Offensivspieler zweifellos eine Schlüsselrolle im Sturm auf die WM spielen.