Quintana triumphiert in asturias – ein bittersüßer sieg
Nairo Quintana hat in einer beeindruckenden Vorstellung die zweite Etappe der Vuelta a Asturias 2026 gewonnen und damit eine fast vierjährige Durststrecke beendet. Der kolumbianische Routinier, der diesen Sommer seine Karriere abschließen wird, übernahm die Gesamtführung und zeigte, dass seine Klasse ungebrochen ist – ein Triumph, der jedoch von einer tragischen Nachricht überschattet wurde.
Ein comeback nach langer zeit
Es waren 1.524 Tage vergangen, seit Quintana zuletzt ein Rennen in Europa für sich entscheiden konnte. Der Sieg im Tour de los Alpes Marítimos im Februar 2022 erscheint nun wie eine ferne Erinnerung angesichts der anschließenden Herausforderungen: Teamwechsel, Sanksionen und die unaufhaltsame Zeit. Doch mit 36 Jahren und dem bevorstehenden Abschied vom Profisport bewies Quintana, dass Talent und Erfahrung unbezahlbar sind. Sein Angriff im Alto de Carabanzo war ein Statement, ein Signal an die Konkurrenz, dass man ihn nicht abschreiben sollte.
Die Etappe von Llanes war von Anfang an schnell, das Peloton ließ keine größeren Ausreißergruppen zu. Das eigentliche Drama entfaltete sich in den finalen Anstiegen. Adrià Pericas vom UAE Team Emirates versuchte zunächst, das Rennen zu kontrollieren, doch Quintana bewies, dass er auch in den steilen Anstiegen noch zum Besten gehört. Die Entscheidung fiel dann klar zu seinen Gunsten.
Lo que nadie cuenta es die emotionale Belastung, die Quintana trug. Nur wenige Stunden vor dem Rennen wurde die Nachricht vom Tod des jungen kolumbianischen Radfahrers Cristian Camilo Muñoz bekannt. Quintana widmete seinen Sieg dem Verstorbenen, ein Zeichen des Respekts und der Trauer, das die Freude über den Sieg trübte. „Es ist schwer, in solchen Momenten zu feiern“, sagte Quintana nach dem Rennen sichtlich bewegt.

Die neue spitze
Mit seinem Sieg übernimmt Quintana die Führung in der Gesamtklassement der Vuelta a Asturias. Die Top 5 nach der zweiten Etappe sehen wie folgt aus:
Nairo Quintana (Movistar Team) – 3h 22′ 42″
Adrià Pericas (UAE Team Emirates) – a 31″
Samuel Fernández (Caja Rural) – a 1′ 23″
Diego Pescador (Movistar Team) – a 1′ 27″
Das Movistar Team wird nun versuchen, die Gesamtführung des „Cóndor de Cómbita“ bis zum Ende der Rundfahrt zu verteidigen. Diese Vuelta a Asturias könnte zu einem unvergesslichen Abschied von einem der größten kolumbianischen Radfahrer aller Zeiten werden.
