Puczka schlägt ein wie eine bombe: juves neuer linksverteidiger kommt aus der zweiten reihe
Ein halbes Jahr reicht David Puczka, um die Juve-Next-Gen komplett umzukrempeln. 21 Jahre, 1,85 Meter, linker Fuß wie ein Bohrer – und plötzlich steht der Österreicher mit acht Treffern an der Spitze der Torjägerliste der dritten Liga.
Der marcelo von turin
Seine Vorbilder verrät er gern: „Marcelo, wegen der Art, wie er das Spiel liest.“ Genau diese Augen hat Puczka seit Januar auf der linken Seite. Brambilla stellte ihn als Flügelspieler in die Dreierkette, schon jagt er Gegner in die Tiefe, zieht aus 20 Metern ab, verwandelt Elfmeter wie Ronaldo. Die Zahlen sprechen: 28 Spiele, acht Tore, vier Vorlagen – und der Titel „Spieler des Monats“ im Januar.
Claudio Chiellini, Leiter der Next-Gen-Abteilung, lächelt verschmitzt, wenn er den Namen hört. „Wir haben ihn für unter 200.000 Euro aus der zweiten österreichischen Liga geholt. Heute wäre er das Dreifache wert.“ Die Scout-Crew hatte Puczka 2023 in Lignano Sabbiadoro entdeckt, als die U-19 Österreichs gegen Italien verlor – und trotzdem ein Flügel auffiel.

Warum cambiaso bald konkurrenz bekommt
Kostic läuft Vertrag aus, Cambiaso braucht Backup, Cabal kam nach Istanbul nicht mehr zum Einsatz. Das Timing passt. Spalletti testete Puczka schon bei einigen Einheiten der Profis; die Rückmeldung: „Athletisch top, Technik roh, aber lernbereit.“
Die Sprachbarriere? Geschichte. Puczka nahm intensiv Italienisch-Unterricht, quatscht jetzt mit Teamkollegen in der Kabine, versteht die Schimpfwörter des Coaches. „Wenn du in Turin spielen willst, musst du denken wie ein Italiener“, sagt er nach dem 3:1 gegen Pro Sesto, wo er per Freistoß das 2:0 markierte.
Der große Sprung steht bevor. Juve plant im Sommer mit maximal 22 Feldspielern in der Champions-League-Liste. Ein Platz für einen linken Außenverteidiger mit Torriecher ist frei. Puczka weiß: „Ich bin kein Wunderkind mehr, ich bin ein Profi, der liefern muss.“
Die nächsten Wochen entscheiden, ob er im Juli mit der ersten Mannschaft nach Südkorea fliegt. Die Tore jedenfalls hat er schon mal im Gepäck.
