Primera federación: wettkampf-übertragung bald neu besetzt – wer steigt ein?
Die erste Fußball-Regionalliga, Primera Federación, steht vor einem Umbruch im Bereich der Übertragungsrechte. Nach der baldigen Abschaltung von LaLiga+ am 30. Juni muss der spanische Fußballverband (RFEF) schnellstmöglich eine neue Lösung finden, um die Spiele der dritten Liga zu zeigen. Ein Rennen um die Rechte hat begonnen, und die Frage ist: Wer wird die Nachfolge antreten?
Kontinuität und neue akteure im spiel
Der RFEF hat bereits einen entsprechenden Ausschreibungsbeginn bekannt gegeben, der sich an den bestehenden Modellen und Preisstrukturen orientiert. Eine nicht-exklusive Lizenz soll dabei vergeben werden. Es ist vielversprechend, dass Football Club (FC Play) weiterhin die vollständige Übertragung der Liga verantworten wird. Doch wer wird die Lücke füllen, die LaLiga+ hinterlässt? Insbesondere Telefónica, durch Movistar Plus+ und die regionalen Sender, wird die Entwicklung genau verfolgen, ob sich eine Investition in dieses zunehmend attraktive Produkt lohnt.
Nach den turbulenten Jahren unter Rubiales, in denen verschiedene Beteiligungen scheiterten und Schulden hinterließen, hat die Zusammenarbeit zwischen RFEF und LaLiga zu einer erheblichen Steigerung der Medienpräsenz geführt. Die Zuschauerzahlen sind explodiert: von lediglich 15.000 Zuschauern auf über 4 Millionen allein in dieser Saison. Die RFEF hat sich verpflichtet, den Vereinen 5 Millionen Euro aus den TV-Einnahmen zukommen zu lassen – ein Betrag, der in den kommenden Jahren weiter steigen soll. Die Entscheidung für eine nur einjährige Ausschreibung ist dabei ungewöhnlich, besonders im Vergleich zu den üblichen Verträgen über drei bis fünf Jahre.
Auch andere Sportarten reagieren auf die Veränderungen. So plant die ASOBAL Handball bereits den Start einer eigenen OTT-Plattform, während der spanische Basketballverband mit CanalFEB.TV eine Möglichkeit bietet, die Primera FEB (ehemals LEB Oro) zu verfolgen. Es bleibt abzuwarten, ob die RFEF langfristig eine eigene Plattform betreiben wird, wie es beispielsweise die Ligue 1 tut, und ob der Futsal, der ebenfalls nach TV-Rechten sucht, in dieses Paket integriert wird.

Die ausschreibung im detail: lizenzen und einnahmen
Die Ausschreibung umfasst insgesamt fünf Lose. Die ersten drei sind von zentraler Bedeutung und bestimmen maßgeblich den Wert der Übertragungsrechte. Lose 1 umfasst die Übertragung aller 76 Spiele der regulären Saison sowie der 12 Play-off-Spiele – ein Paket, das primär für bezahlte Plattformen konzipiert ist. Die Preise variieren je nach Abonnentenzahl: OTT-Anbieter mit weniger als 5.000 Abonnenten zahlen 6,12 Euro pro Abonnent (mindestens 5.000), während Plattformen mit über 10.000 Abonnenten mit 3,90 Euro pro Abonnent rechnen können. FC Play bietet bereits ein Komplettpaket für 69,99 Euro an, wobei die Abonnenten ihren Lieblingsverein wählen können, da die Einnahmen anteilig verteilt werden.
Movistar Plus+ könnte weiterhin den linearen Kanal mit den 10 besten Spielen pro Spieltag und den Play-offs übertragen, und würde dafür 0,041 Euro pro Kunde zahlen (bei über 300.000 Kunden). Lose 3 richtet sich an regionale und nationale Sender, die maximal zwei Spiele pro Spieltag übertragen dürfen. Zusätzlich gibt es Lose für die Gastronomie (1,99 Euro pro Abonnent) und für Zusammenfassungen.
Die RFEF garantiert sich in diesem neuen Modell mindestens 429.000 Euro bei 10.000 Abonnenten - ein deutlich besserer Wert als die 28.000 Abonnenten, die InStat (InSports) in der Saison 2022-2023 erreichte. Die Zahlen beweisen: Die Primera Federación ist auf dem Vormarsch und bietet eine attraktive Plattform für Investoren.
