Portugal im wm-test: remis gegen kongo – kann ronaldo geschichte schreiben?

Houston – Die portugiesische Nationalmannschaft, angeführt von Cristiano Ronaldo, hat im ersten Testspiel vor der Weltmeisterschaft 2026 ein mühesames 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo erzielt. Ein Ergebnis, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert, während das Team von Trainer Roberto Martínez versucht, seine Identität zu finden und an die glorreichen Zeiten früherer portugiesischer Mannschaften anzuknüpfen.

Die suche nach der neuen generation

Die Erwartungen an die „Generationen golden“ sind enorm. Nach dem dritten Platz 1966 und dem Halbfinaleinzug 2006 träumen die Fans von einer weiteren historischen WM-Kampagne. Doch die jüngsten Leistungen lassen Zweifel aufkommen. Das Unentschieden gegen Kongo zeigt, dass die taktische Neuausrichtung von Martínez noch nicht vollständig verinnerlicht ist und dass die Mannschaft noch Zeit benötigt, um sich zu finden. Besonders die Offensive wirkte anfangs blass, obwohl Ronaldo auf dem Platz stand.

Die WM 2026 könnte für den Superstar seine letzte Chance sein, den ultimativen Triumph zu erleben. Aber die Verantwortung liegt nicht nur auf seinen Schultern. Spieler wie Rafael Leão und João Félix müssen ihre Chance nutzen und sich als tragende Säulen der neuen portugiesischen Nationalmannschaft etablieren.

Die herausforderungen der gruppe k

Die herausforderungen der gruppe k

Portugal steht vor einer schweren Aufgabe in der Gruppe K. Neben der Demokratischen Republik Kongo, die nach 52 Jahren Abwesenheit wieder auf der WM-Bühne steht, sind auch Kolumbien und Usbekistan vertreten. Kolumbien, mit Stars wie Luis Díaz, präsentierte sich bereits mit einem deutlichen 3:1-Sieg gegen Usbekistan in beeindruckender Form. Das bedeutet, Portugal muss sich gegen beide Gegner beweisen, um den Gruppensieg oder zumindest den zweiten Platz zu sichern.

Das Duell gegen Usbekistan am 23. Juni im NRG Stadium in Houston wird entscheidend sein. Ein Sieg könnte den Schwung zurückbringen, während eine weitere Niederlage die Zweifel verstärken würde. Die Begegnung gegen Kolumbien im Hard Rock Stadium in Miami am 27. Juni wird dann zeigen, ob Portugal tatsächlich zu den Titelfavoriten gehört.

Die Demokratische Republik Kongo musste ihre Trainingslager ins europäische Ausland verlegen, aufgrund eines Ebola-Ausbruchs im Osten des Landes. Das zeigt die außergewöhnlichen Umstände, unter denen die Mannschaft in die WM geht – und unterstreicht die mentale Stärke, die sie benötigt, um in dieser Gruppe zu bestehen.

Usbekistan, das erste Mal überhaupt bei einer Weltmeisterschaft dabei, kann vor allem auf die Erfahrung von Fabio Cannavaro als Trainer hoffen. Doch die Konkurrenz in der Gruppe ist zu stark, als dass man von einem Vormarsch in die K.o.-Runde ausgehen könnte.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Portugal die nötige Balance zwischen Erfahrung und jugendlichem Elan gefunden hat, um in den USA, Kanada und Mexiko Geschichte zu schreiben. Die Fans hoffen auf eine Wiederholung der Erfolge von 1966 und 2006 – und auf einen würdigen Abschied von Cristiano Ronaldo auf der Weltbühne.