Popp fällt aus: wolfsburg muss gegen lyon ohne top-stürmerin auskommen
Alexandra Popp wird den VfL Wolfsburg in den nächsten Wochen nicht auf dem Platz stehen können. Die 34-jährige Stürmerin zog sich eine muskuläre Verletzung zu und fällt damit für das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Olympique Lyon am Dienstag aus. Das gab der Klub am Montag bekannt.
Popp hatte sich die Blessur am vergangenen Samstag im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (1:0) ohne Fremdeinwirkung zugezogen. Bereits in der 17. Minute musste sie humpelnd den Platz verlassen. Für die anstehenden englischen Wochen kommt das Timing nicht ungünstiger.

Abwesenheit trifft wolfsburg hart
Die Niedersachsen müssen nun auf ihre erfahrenste Offensivkraft verzichten – und das genau dann, wenn es in der Königsklasse gegen den Rekordsieger aus Lyon geht. Das Hinspiel findet am Dienstagabend statt, eine Woche später folgt das Rückspiel in Wolfsburg. Zudem steht mit dem DFB-Pokal-Halbfinale bei Carl Zeiss Jena nur drei Tage danach bereits das nächste Großereignis an.
Popp selbst reagierte auf Instagram mit kämpferischen Worten: „Manchmal kommt es anders, als man es sich wünscht. Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ziele setzen, ATTACKE.“ Die Verletzung wirft jedoch auch Schatten auf ihre Abschiedstour: Nach 14 Jahren beim VfL verlässt sie den Klub am Saisonende, um sich dem BVB anzuschließen.
Der Wechsel zu Borussia Dortmund war erst vor Kurzem bestätigt worden. Dort will Popp künftig in der Regionalliga West um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitkämpfen. Doch vorher stehen noch wichtige Aufgaben an – und genau in diesen engen Wochen fehlt nun die Top-Torjägerin.
Für Wolfsburg bedeutet der Ausfall mehr als nur eine personelle Lücke. Popp ist nicht nur Torgarantin, sondern auch Führungspersönlichkeit. Ihre Erfahrung aus über 100 Länderspielen und zahlreichen Champions-League-Partien fehlt nun genau dann, wenn der Klub Geschichte schreiben will. Das Team von Trainerin Tommy Stroot muss nun umplanen – und das gegen einen Gegner, der in den vergangenen Jahren das Maß der Dinge im Frauenfußball war.
