Pogacar warnt: evenepoel macht flandern zur echten zitterpartie!
Knessel, Belgien – Tadej Pogacar, der große Favorit beim diesjährigen Tour de Flandern neben Mathieu van der Poel, sieht die Teilnahme von Remco Evenepoel als eine zusätzliche Belastung für das prestigeträchtige Rennen. Der Slowene warnt: Der Belgier könnte das Klassement völlig durcheinanderbringen.

Van der poel und pogacar im duell – evenepoel die unberechenbarkeit
Pogacar äußerte sich in einer Pressekonferenz zuversichtlich, betonte aber gleichzeitig den Respekt vor seinen Rivalen. „Ich fühle mich gut, habe ein ordentliches Gewicht von 66 Kilo und bin bereit, meinen dritten Sieg anzustreben“, so der vierfache Tour-de-France-Sieger und zweifache Weltmeister. Doch die Anwesenheit Evenepoels verändert die Dynamik des Rennens grundlegend.
„Von meiner Seite aus ist es gut, einen Fahrer wie Remco im Rennen zu haben. Er greift immer früh an und kann eine tolle Leistung zeigen“, erklärte Pogacar. Was auf dem Papier gut klingt, hat für den Slowenen eine Kehrseite. „Wenn man das Rennen im Fernsehen sieht, ist es spannend, wie Remco attackiert. Aber im Wettkampf, wenn man selbst in Schwierigkeiten gerät… dann ist es weniger angenehm. Remco kann zu einem zusätzlichen Stressfaktor werden.“
Die Stärke Evenepoels liegt in seiner Unberechenbarkeit. Pogacar weiß das zu schätzen, fürchtet es aber auch. „Mit Remco weiß man nie, wo er plötzlich aus dem Hinterhalt angreift. Deshalb muss man immer bereit sein. Wenn man ihm ein paar Sekunden schenkt, könnte es schwer sein, ihn wieder einzuholen.“
Pogacar deutete an, dass die Taktik, das Rennen frühzeitig zu entscheiden, immer beliebter wird. „Die Teams scheinen zu erkennen, dass es sich lohnt, 60 Kilometer vor dem Ziel das Tempo zu erhöhen. Es ist besser, das Rennen so anzugehen, als sich gegenseitig die Beine auszuschlagen. Das haben wir bei Gent-Wevelgem gesehen.“
Die Spannung im belgischen Klassiker steigt. Mit Van der Poel, Pogacar und nun Evenepoel verspricht der Tour de Flandern ein Rennen voller Überraschungen und taktischer Finessen zu werden. Ob Pogacar seine Ambitionen verwirklichen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie er mit der unberechenbaren Natur Evenepoels umgeht. Der Kampf um den Sieg wird hart – und das schon lange bevor die Ziellinie erreicht ist.
