Pogacar schießt scharf ab: lipowitz' führungsarbeit in romandie kritisiert!

Tadej Pogacar, der amtierende Tour-de-France-Sieger, hat nach dem ersten Etappenrennen der Tour de Romandie für Aufsehen gesorgt – und das nicht nur wegen seines Sieges. Der slowenische Superstar ließ es nach dem Zielsprint gelten und äußerte deutliche Kritik an der Leistung seines deutschen Rivalen Florian Lipowitz.

Ein duell nimmt fahrt auf: pogacar und lipowitz im visier

Ein duell nimmt fahrt auf: pogacar und lipowitz im visier

Die erste Etappe der Tour de Romandie bot ein packendes Rennen, in dem Pogacar und Lipowitz in einer Vierer-Ausreißergruppe gemeinsam auf das Ziel zusteuerten. Neben den beiden stachen Lenny Martinez (Spanien) und Jörgen Nordhagen (Norwegen) hervor. Während Martinez und Nordhagen sich aktiv an der Führungsarbeit beteiligten und Pogacar unterstützten, hielt sich Lipowitz auffällig zurück, um Kräfte zu sparen. Ein taktischer Schachzug, den Pogacar jedoch nicht goutierte.

„Ich war froh, mit zwei jungen, eifrigen Fahrern unterwegs zu sein, die sich mit mir die Führungsarbeit geteilt haben. Sie haben einen super Job gemacht und waren sehr stark“, erklärte Pogacar nach dem Rennen. Ein subtiler Seitenhieb auf Lipowitz, der offenbar nicht zu den „eifrigen Fahrern“ zählte, der den Slowenen sichtlich missfiel.

Die Kritik Pogacars betonte, dass die Zusammenarbeit in der Ausreißergruppe essentiell sei, um die Verfolgergruppe auf Distanz zu halten. „Zu dritt ist es immer schwierig, besonders wenn ein vierter Fahrer nicht mitarbeitet“, so der amtierende Tour-Gewinner. Diese Äußerung ließ keinen Zweifel daran, dass Pogacar Lipowitz' Verhalten als kontraproduktiv empfand.

Ob dieses öffentlich geäußerte Missfallen das deutsch-slowenische Duell weiter anheizen wird, bleibt abzuwarten. Bereits am Donnerstag stehen die beiden Rad-Stars bei der zweiten Etappe der Rundfahrt in der Westschweiz wieder gemeinsam an der Startlinie. Der Blick richtet sich unweigerlich auf das Saisonhighlight, die 113. Tour de France, die am 4. Juli in Barcelona beginnt – ein Duell, das nun mit noch mehr Brisanz versehen ist.