Pogacar am saueren kopfsteinpflaster: "schubkarre"-kritik und die antwort von shimano
Roubaix – Tadej Pogacar, der zweifache Tour-de-France-Sieger, ließ seiner Frustration nach dem Klassiker Paris-Roubaix freien Lauf. Nach seinem zweiten Platz im Velodrom bezeichnete er das ihm vom neutralen Shimano-Materialwagen zur Verfügung gestellte Ersatzrad als „Schubkarre“. Diese Äußerung, die für Aufsehen sorgte, löste eine schnelle Reaktion des Shimano-Teams aus.

Die details des unbehagens: sattelhöhe und laufräder
Pogacar klagte gegenüber „Het Laatste Nieuws“ nicht nur über eine unpassende Sattelhöhe, sondern bemängelte auch die Laufräder, die für die brutalen Kopfsteinpflasterpassagen nicht optimal geeignet waren. Diese Probleme kosteten ihn wertvolle Zeit, was ihn letztendlich den Sieg verwehrte. Ein Defekt, der den Kampf um den Sieg erheblich erschwerte.
Kevin Poret, der Chefmechaniker von Shimano, ließ die Kritik des Slowenen jedoch nicht unkommentiert. Er betonte, dass Pogacar nicht nur einen Platten hatte, sondern auch ein weiteres mechanisches Problem zu kämpfen hatte. „Ich habe ihm ein passendes Rad gegeben“, verteidigte sich Poret gegenüber „Ouest France“ und wies darauf hin, dass das Team stets bestrebt ist, den Fahrern schnellstmöglich wieder einsatzfähiges Material zur Verfügung zu stellen.
Die Vorbereitung der neutralen Räder ist ein komplexer Prozess, der die Spezifikationen der Top-Fahrer berücksichtigt. Shimano investiert viel Zeit und Mühe, um sicherzustellen, dass die Räder anpassbar sind und den Anforderungen der Fahrer gerecht werden. Die Anpassbaren Sattelstützen und die detaillierten Spezifikationslisten der Fahrer zeigen das Engagement für höchste Qualität.
Die hohe Anzahl an Defekten bei Paris-Roubaix wirft Fragen auf. Ehemaliger Radprofi Erik Voigt mutmaßte, dass „zu viel Wissenschaft“ im Spiel sei. Der Fokus liege auf der Geschwindigkeit des Radwechsels, erklärte Poret, und betonte: „Wir haben Vertrauen in unser Material.“ Die Reparatur ging schnell und das ist unsere Hauptaufgabe.
Wout van Aert, der letztendlich den Sieg holte, musste sich ebenfalls nach einem Reifenschaden zurückkämpfen, was die Herausforderungen des Rennens unterstreicht. Pogacar profitierte bereits früher in der Saison von der Unterstützung des neutralen Materialwagens, als er auf der 11. Etappe der Tour de France einen Kettenbruch erlitt – eine Situation, in der Shimano ihm schnell zur Seite stand.
Die Rivalität mit Fahrern wie Seixas spornt Evenepoel an, Höchstleistungen zu erbringen. Die Konzentration auf die Konkurrenz treibt ihn zu neuen Erfolgen. Die Spannung im Peloton ist spürbar, und die Rennen werden immer intensiver.
