Playoff-hitfeuer startet: davos vs. zug als revanche-turbopaket
Die Scheiben fliegen wieder auf 200 km/h, die Ellbogen sind scharf geschliffen – die National League tritt in die heiße Phase. Vier Viertelfinals, keine Gnade. Los geht’s mit einem Titelkandidaten, der sich rächen will, und einem Außenseiter, der schon mal einen Meistersturm entfacht.
Davos – zug: 90 tore differenz, eine seele
Josh Holdens Bündner feuerten 65-mal mehr als der EVZ und kassierten 25-mal weniger. Das sind keine Zahlen, das ist eine Ohrfeige. Doch Leonardo Genoni trägt sieben Meistersterne auf der Brust. Wenn der 36-Jährige in den Schwerelos-Modus umschaltet, verwandelt sich diese Statistik in ein Spiegelkabinett. Erste Bedingung für Zug: Spiel 1 in der Vaillant Arena klauen. Schafft das der EVZ, platzt das Seidenstadt-Kärtchenhaus. Unsere Prognose bleibt hart: Davos in fünf.

Fribourg – rapperswil: hollywood oder handschellen?
Julien Sprungers letzte Saison, Roger Rönnbergs erste. Drehbuch ready, Popcorn warm. Aber hinter der Romantik lauert die Fallgrube: Die Lakers gewannen in der Regular Season beide Spiele in der BCF-Arena – und das mit Disziplin, nicht mit Glitzer. 7 zu 5 Punkte im direkten Vergleich, jedes Duell mit maximal zwei Toren Differenz. Fribourgs Powerplay ist ein Strafenkiller, Wallmarks Laune ein X-Faktor. Wir tippen auf sieben Spiele, auf sieben Herzinfarkte. Am Ende: Gotteron 4:3 – aber nur, wenn Wallmark nicht zur Diva wird.

Leman-derby: 32 tore, null nerven
Genf und Lausanne lieferten in vier Aufeinandertreffen ein Spektakel mit 32 Treffern. Das 11:0 von Lausanne war kein Hockey, das war ein Kriegsbeil. Danach schlug Genf dreimal zurück – jedes Mal mit mehr als zwei Toren Vorsprung. Die Serie wird zur Glanzstange der Liga: Paraden, Prügeleien, Provokationen. Kein Millimeter Eis wird ungesäumt bleiben. Unsere Prognose: Lausanne in sieben, Entscheidung in der Verlängerung, Ticker bricht zusammen.

Lions – lugano: der champion erwacht
Zwei Meistertitel in Folge, dann ein Saisonstart wie ein Kater. Doch Sven Andrighetto jagt mit 18 Punkten in zwölf Spielen durch die Letzten-Spurt-Phase und Juho Lammikko fliegt zurück aus Nordamerika wie ein Frischfleisch-Transfer. Lugano ist kein Kanonenfutter – 5:1 in der Resega bewies das. Aber die Tordifferenz von 15:10 spricht eine klare Sprache: Die Lions haben die tiefere Bank. Wir glauben an einen souveränen 4:1-Sieg – und an ein drittes Final-Ticket in Serie.
Packt die Schmerzsalbe aus, die Playoffs beginnen. Keine Zeit für Mitleid. Nur eins zählt: vier Siege – oder nach Hause.
