Playoff-auftakt: überraschungen und klare verhältnisse?

Die NBA Playoffs haben begonnen, und die ersten Spiele lieferten einiges an Gesprächsstoff. Während die höher gesetzten Teams erwartungsgemäß die Oberhand behielten, zeichneten sich auch einige interessante Tendenzen ab. War der Auftakt ein Spiegelbild der Kräfteverhältnisse, oder drohen noch einige Überraschungen?

Die cavs demonstrieren ihre dominanz

Die Cleveland Cavaliers setzten sich gegen die Toronto Raptors mit 126:113 durch. Besonders das dritte Viertel, das mit 36:22 an die Gastgeber ging, entschied die Partie. Donovan Mitchell glänzte mit 32 Punkten und war der unbestrittene Star des Abends. Das Fehlen von Immanuel Quickley bei den Raptors war spürbar, und auch All-Star Scottie Barnes konnte die Decke nicht allein stemmen. 17 Ballverluste der Cavaliers erlaubten Toronto zwar zu punkten, doch die Cavs waren insgesamt zu dominant.

Es ist beeindruckend, wie die Cavaliers ihre Stärke auf dem Feld demonstrieren. 54 Prozent Feldwurfquote und 50 Prozent aus der Dreipunktdistanz – das sind Zahlen, die beeindrucken. Dennis Schröder muss sich in dieser Mannschaft wohl fühlen, aber die Stars der Cavs haben noch Luft nach oben, insbesondere Donovan Mitchell, der nur 31 Minuten spielte.

Denver stolpert, edwards

Denver stolpert, edwards' knie wirft schatten

Das Duell zwischen Denver Nuggets und Minnesota Timberwolves war ein Feuerwerk, wie man es von dieser Rivalität kennt. Nikola Jokic übernahm nach einer eher ruhigen ersten Halbzeit die Kontrolle, erzielte 19 seiner 25 Punkte nach der Pause und schnürte ein weiteres Triple-Double um den Hals. Die Minnesotas Big Men, darunter Julius Randle und Naz Reid, konnten Jokic kaumడ్డు und blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten. Rudy Gobert erreichte zumindest annähernd Normalform mit 17 Punkten und 10 Rebounds.

Doch der größte Sorgenpunkt für die Timberwolves ist Anthony Edwards. Seine Knieverletzung scheint noch nicht vollständig ausgeheilt. Sollte er nicht in Form kommen, wird es für Minnesota schwer, in dieser Serie ernstzunehmende Chancen zu haben. Denver wird immer einen Weg finden, Punkte zu erzielen, selbst bei einer Trefferquote von nur 44 Prozent, wie im ersten Spiel, erzielten sie 116 Punkte – dank 16 Freiwürfen von Jamal Murray.

Knicks setzen sich gegen atlanta durch

Knicks setzen sich gegen atlanta durch

Jalen Brunson wischte die Zweifel über seine Leistung im ersten Viertel schnell von der Hand und übernahm die Führung für die New York Knicks gegen die Atlanta Hawks. Karl-Anthony Towns übernahm nach der Pause die Verantwortung, doch der Auftritt war nicht ganz überzeugend. Die Knicks konnten ihre klaren körperlichen Vorteile nicht voll ausspielen, während die Hawks zu viele Fehler machten und zu wenig Tempo aufbrachten. Obwohl Atlanta mehr Offensiv-Rebounds holte, konnten sie daraus keinen entscheidenden Vorteil ziehen.

Houston braucht dringend durant

Houston braucht dringend durant

Das Spiel zwischen den Los Angeles Lakers und den Houston Rockets war eng, wurde aber von Verletzungen und Altersrekorden geprägt. Die Lakers nahmen nur 66 Würfe – so wenige wie seit sechs Jahren in einem Playoff-Spiel. 20 Ballverluste und 21 Offensiv-Rebounds der Rockets sorgten für ein chaotisches Spiel, das die Lakers aber letztendlich dank ihrer Trefferquote von über 60 Prozent noch gewinnen konnten. Luke Kennard war mit 27 Punkten und 5/5 Dreiern der heimliche Held des Abends. Die Rockets können nur auf die baldige Rückkehr von Kevin Durant hoffen, andernfalls wird es für sie schwer, in dieser Serie zu bestehen.

LeBron James kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: