Fàbregas schreibt geschichte: ex-chelsea-star triumphiert in como!

Cesc Fàbregas, einst gefeierter Mittelfeldstratege, feiert in seiner neuen Rolle als Trainer des FC Como einen historischen Erfolg. Der Spanier wurde als erster nicht-italienischer Trainer überhaupt mit dem prestigeträchtigen Bearzot-Preis für den besten Trainer des Jahres ausgezeichnet – ein Beweis für seine rasante Entwicklung und ein Signal an die großen europäischen Klubs.

Chelsea blickt zurück, fàbregas nach vorne

Die Auszeichnung nährte sofort Spekulationen über ein mögliches Comeback bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Chelsea, der im Sommer auf der Suche nach einem neuen Coach sein wird. Fàbregas selbst äußerte in einem Interview mit The Telegraph anlässlich seines 39. Geburtstags seine tiefe Verbundenheit zur Premier League. „Die Premier League ist und bleibt die beste Liga der Welt“, erklärte er, „ich habe das als Spieler gespürt, und ich spüre es jetzt als Trainer und Fan.“

Doch der frühere Weltklassespieler betonte, dass er aktuell voll und ganz auf Como konzentriert sei. „Wir bauen hier etwas Besonderes auf“, so Fàbregas. Mourinho hatte ihm einst prophezeit, er habe noch 30 Jahre Arbeit vor sich – ein Zitat, das Fàbregas mit einem Augenzwinkern aufgriff: „Also kann ich hier in Como noch zehn Jahre bleiben und dann vielleicht in 12 oder 15 Jahren doch noch in die Premier League wechseln.“

Mehr als nur ein trainer: fàbregas als architekt

Mehr als nur ein trainer: fàbregas als architekt

Fàbregas ist in Como nicht nur Trainer, sondern auch Minderheitsaktionär. Er genießt ein hohes Maß an Vertrauen seitens des Vereinspräsidenten und kann daher sämtliche fußballbezogenen Entscheidungen treffen. Seine Handschrift ist überall zu erkennen: Von der Gestaltung des Fitnessstudios, bei dem er eigens das Design der Glasfassade entworfen hat, bis hin zur Erweiterung des Trainingsplatzes um einen ganzen Meter. „Dieser eine Meter kann den Unterschied ausmachen“, argumentierte Fàbregas, der sich vehement für eine größere Spielfläche einsetzte, um den Ballbesitz-orientierten Spielstil seiner Mannschaft zu fördern. „Wenn man lange Bälle spielen will, dann bin ich nicht der Richtige“, betonte er unmissverständlich.

Was Fàbregas antreibt, ist seine Leidenschaft für den Fußball. „Ich liebe diesen Sport. Wenn ich nur auf Ergebnisse spielen würde, würde ich diesen Job nicht machen“, erklärte er. Für ihn steht der attraktive Spielstil über allem. Er will Fußball spielen, der begeistert – und das scheint in Como zu funktionieren.

Die Geschichte von Cesc Fàbregas ist noch lange nicht zu Ende. Mit seiner Vision und seinem Engagement schreibt er eine neue, aufregende Kapitel in der Welt des Fußballs – und wer weiß, vielleicht führt ihn sein Weg eines Tages doch noch zurück in die Premier League.