Planes enthüllt barcelona-blitz: pedri-deal in nur sieben tagen

Ramón Planes schlug mit der Faust auf den Tisch und sagte: Wenn er in der Segunda División debütiert, sind wir zu spät. Was dann folgte, war die schnellste Transferjagd der Clubgeschichte – ein Sprint, der Barcelona 20 Millionen Euro und ein Jahrhunderttalent einbrachte.

Die 168-stunden-odyssee

Der damalige Sportdirektor packt jetzt aus, wie der 16-jährige Pedri aus Las Palmas innerhalb einer Woche zum Barça-Spieler wurde. Kein Scout-Bericht, kein Algorithmus, nur reine Intuition. Wir haben alle Big-Data-Theorien zertrümmert, gesteht Planes im COPE-Interview. Die Zahlen lagen falsch, die Beobachtung stimmte. Beim Benefizspiel für Rubén Castro zwischen Betis und Las Palmas sah Planen nicht einen talentierten Jugendlichen, sondern einen Spielmacher mit der Ruhe eines Veteranen und der Kreativität eines Straßenfußballers.

Real Madrid und Atlético hatten die Akte ebenfalls auf dem Schirm. Barcelona aber handelte blitzschnell. Die Klausel lag bei 20 Millionen, das Risiko immens – aber die Alternative war, den Jungen später für das Dreifache zu verlieren. Die Uhr tickte, erinnert sich Planes. Drei Tage später saß Pedri mit seinen Eltern am Camp Nou und unterschrieb.

Die hintertür, die keiner sah

Die hintertür, die keiner sah

Planes verrät, dass man die Ablöse über mehrere Jahre streckte und zusätzliche Bonuszahlungen an Einsätze band. Clever, denn Barça steckte damals in der Finanzfalle. Die Verhandlungen liefen parallel zur Jugend-EM; Pedri hatte kaum Zeit zum Atmen. Am Ende unterschrieb er seine Zukunft mit einem Kuli, der fast leer war – ein symbolischer Akt, der heute in den Clubarchiven liegt.

Der Deal wurde erst publik, als der Spieler bereits wieder in Gran Canaria saß. Seine Mutter soll geweint haben, sein Vater nur gesagt haben: Los geht’s.

Die position, die pedri erfinden wird

Die position, die pedri erfinden wird

Planes schließt mit einer Prognose, die mittlerweile Wirklichkeit ist. Er muss die 8 spielen, aber nicht irgendwo, sondern dicht vor dem Strafraum, erklärt der heutige Al-Ittihad-Manager. Dort kann er den Ball schlucken, drehen, die Linien spalten. Kurz: Dort kann er das Spiel neu schreiben. Heute ist Pedri 21 und längst nicht mehr der Geheimtipp, der er 2019 war. Aber wer die 168 Stunden kennt, die ihn nach Barcelona brachten, weiß: Dieser Transfer war ein Meisterstück – und vielleicht der wichtigste seit Jahren.