Pistons rasieren timberwolf-pelz: 109:87 ohne superstar cunningham

Die Detroit Pistons haben Minnesota nachts um 22.30 Uhr Ortszeit mit einer Kaltstart-Performance erwischt, die an einen Box-K.o. erinnert: 109:87 lautete der Endstand, und dabei war nicht einmal Cade Cunningham auf dem Parkett. Der All-Star laboriert an einem Pneumothorax, doch seine Kollegen zeigen, dass sie auch ohne ihn in der Lage sind, die Eastern Conference zu dominieren.

Die pistons laufen ohne bestseller-autor heiß

Sechs Siege in den letzten sieben Spielen – diese Zahl steht für eine Mannschaft, die sich jüngst wie ein Schwarm um Selbstvertrauen gruppiert hat. Headcoach Monty Williams rotiert acht, neun Leute, und plötzlich wirft jeder Double-Digits. Gegen Minnesota trafen sieben Pistons mindestens zehn Punkte: Harris, Duren, Reed, Jenkins, Robinson, Huerter und der Rookie Holland II. So etwas sieht man in der NBA vielleicht einmal pro Monat, global gesprochen vielleicht einmal pro Saison.

Jalen Duren war der Dreh- und Angelpunkt: 10 Punkte, 13 Rebounds, 5 Assists – Zahlen, die nach «Center der Zukunft» riechen. Tobias Harris lieferte 18 Zähler und 3 Blocks, verteidigte gleichzeitig die schwankende Zone. Minnesota fehlte Anthony Edwards wegen einer Knie-Entzündung, und so wurde DiVincenzo zum einsamen Offensiv-Feuerwerk mit 22 Punkten. Doch wer braucht Einzelleistung, wenn der Gegner als Kollektiv surft?

Spielverlauf: detroit setzt sofort den turbo

Spielverlauf: detroit setzt sofort den turbo

Die ersten zwölf Minuten endeten 34:19 – ein Vorsprung, den die Pistons nie wieder hergaben. Defense stand im Mittelpunkt: 10,5 Steals und 6,3 Blocks pro Partie führen die Liga an, beides Bestwerte. Minnesota schoss 39 % aus dem Feld, verwandelte nur 8 der 33 Dreier. Die Zahlen sind gnadenlos, aber sie spiegeln die Realität wider: Detroit drückt aufs Tempo, verschärft die Rotation und zwingt den Ballgeber in unbequeme Winkel.

Die 54. Saisonniederlage der Timberwolves ist Programm, nicht Pech. Die Pistons dagegen sitzen mit 54 Siegen an der Spitze des Ostens und rangieren gesamtlig auf Platz drei hinter Oklahoma City und San Antonio. Das nächste Spitzenspiel folgt bereits am Freitag in Boston. Cunningham könnte noch einmal aussetzen, doch das Team scheint sich selbst genug zu trauen. Die Botschaft ist eindeutig: Wer Detroit unterschätzt, wird überrollt – mit oder ohne Superstar.