Antonelli rast hamilton-rekord: mit 19 jahren an der wm-spitze

Kimi Antonelli schreibtGeschichte – und das mit Vollgas. Beim Grand Prix von Suzuka schob er sich an der Startaufstellung vor, jagte Lando Norris, duellierte sich mit Charles Leclerc und profitierte vom Ausfall von Ollie Bearman. 53 Runden später stand er wieder ganz oben: Zweiter Sieg in Folge, erster Platz in der WM.

Die Zahl, die alle Redaktionen weltweit springen lässt: 19 Jahre, 7 Monate, 4 Tage. Jünger war noch keiner Führender der Königsklasse. Lewis Hamilton musste 2007 in Spanien 22 Jahre, 4 Monate und 6 Tage alt sein, um die Marke zu setzen – Antonelli hat ihn um fast drei Jahre geschlagen.

Der start, der alles entschied

Schon vor dem ersten Kurveneingang war klar: Wer schläft, verliert. Antonelli rutschte in Reihe zwei, doch beim Ausruf „Start!“ war seine Reaktion eine Zehntelsekunde schneller als die der Konkurrenz. Bis zur Zwölf trat er Norris, der mit weichen Reifen unter Druck geriet, und schon war der junge Italiener zweiter.

Runde 16: Leclerc versuchte, mit DRS-Angriff die Position zurückzuerobern. Die beiden berührten sich leicht – Carbon-Fetzen flogen, aber beide blieben auf der Strecke. Die Boxenfunk-Kommandos kochten: „Bleib cool, Kimi, wir brauchen das Auto heil.“ Cool blieb er. Und schnell.

Safety-car-pause, dann der knock-out

Safety-car-pause, dann der knock-out

Bearman rutschte in Runde 22 in die Reifenstapel, die Safety-Car-Phase strich die Vorsprünge. Antonelli nutierte die Ruhe, konzentrierte sich auf Piastri, der 13 Sekunden vor ihm fuhr. Bei Wiederanpfiff jagte er die Zeit – Runde für Runde – und überholte den Australier auf der 53 mit einer Haarnadel-Aktion an der 130R.

Russell, der wegen eines Fehlers in den Kiesbett rutschte, schlug anschließend wütend aufs Lenkrad. „Wir haben versagt“, funkt er. Die Kameras fokussierten Antonelli, der im Fahrerlager schon neue Rekorde plant.

Die Formel-1-Saison ist noch jung, aber der Name Antonelli steht schon in Goldbuchstaben. Wer ihn jetzt unterschätzt, verpasst den Zug – denn dieser 19-Jährige fährt nicht nur schnell, er fährt in die Geschichtsbücher.