Pisa-cagliari 3:1: moreo, caracciolo und pavoletti schocken die sarden

Der FC Cagliari verliert auch nach 29 Spieltagen die Lust, auswärts die Null zu halten. Im Arena Garibaldi kassierte die Pisacane-Elf beim 1:3 gegen Pisa die 21. Auswärts-Gegentor – und damit die nächste Büchse der Pandora.

Der frühe elfmeter und die rote karte – spiel gedreht

Schon nach 108 Sekunden rutschte Leonardo Moreo vom Punkt die Gastgeber in Führung. Cagliari-Verteidiger Sulemana hatte Calabresi umgerissen – ein Kontakt, den Schiri La Penna sofort ahndete. Die Sardinen schüttelten sich, konnten aber nicht antworten. Stattdessen flog Durosinmi in der 36. Minute mit Rot vom Platz, weil er Mina weggetreten hatte. Die Gäste mussten die Restlaufzeit zu zehnt bestreiten – ein Déjà-vu für die Inselfußballer, die in dieser Saison schon sieben Spieler vom Platz gestellt bekamen.

Die zweite Hälfte wurde zur Gala des Pisa-Stürmers Caracciolo. In Minute 52 nutzte er ein Missverständnis zwischen Folorunsho und Caprile, um per Direktabnahme das 2:0 zu erzielen. Neun Zeigerumdrehungen später schraubte er nach Kilicsoy-Flanke per Knie den Deckel drauf – 3:0. Cagliari kam nur noch durch Pavoletti zum Ehrentreffer, der mit einem satten Rechtsschuss aus 13 Metern Nicolas keine Chance ließ.

Tabellenkeller wird stickiger

Tabellenkeller wird stickiger

Mit nur 14 Zählern aus 29 Partien bleibt Pisa Letzter, hat aber durch den Dreier den Anschluss an den Relegationsplatz wieder auf fünf Punkte verkürzt. Cagliari steht bei 32 Punkten und muss weiter um den Klassenerhalt zittern. Die Form der Sarden ist beunruhigend: seit acht Auswärtsspielen wartet man auf einen Sieg, die letzte Null stand am 3. Spieltag in Bergamo.

Trainer Pisacane schob nach dem Abpfiff die gewohnte Ausrede: „Wir haben in Unterzahl gezeigt, dass wir kämpfen können.“ Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Cagliari kassierte in 13 der 14 Auswärtsspiele mindestens ein Gegentor – mehr als jede andere Serie-A-Mannschaft. Die Defensive wirkt wie ein offenes Tor, und Pisacane muss bis zum Saisonende noch nach Lösungen suchen, sonst droht der Gang in die Serie B.

Pisa feiert indes den zweiten Saisonsieg und kann am 30. Spieltag bei Aufsteiger Frosinone nachlegen. Die Toskaner haben nichts mehr zu verlieren – und das macht sie gefährlich.