Pirelli besteht bahrain-test: weniger stress für reifen in der formel 1 2026
Erfolgreicher test für pirelli in bahrain
Pirelli hat die anspruchsvollen Tests in Bahrain erfolgreich abgeschlossen. Die Rennstrecke in Bahrain gilt als eine der härtesten im Formel-1-Kalender. Besonders positiv: Die neuen Elektromotoren könnten die Belastung der Reifen in Kurve 12 deutlich reduzieren. Fernando Alonso merkte bereits an, dass selbst ein Teamchef diese Autos dort fahren könnte, so sehr haben sich die Bedingungen verbessert.

Weniger belastung, weniger probleme
Durch die geringere Geschwindigkeit in den schnellen Kurven verringert sich der Stress auf die Reifen, was zu weniger Degradation und Granulierung führt. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Haltbarkeit der Reifen zu verbessern und die strategischen Optionen während der Rennen zu erweitern. Die Reifenzusammensetzungen bleiben im Vergleich zu 2025 unverändert, von C1 (hart) bis C5 (weich) für trockene Bedingungen, ergänzt durch Intermediates und Regenreifen.

Technische veränderungen bei den reifen
Neben den veränderten Fahrbedingungen gibt es auch technische Neuerungen bei den Pirelli Reifen. Die Breite der Hinterreifen wurde von 405 mm auf 375 mm reduziert, was auf den ersten Blick erkennbar ist. Auch die Höhe der Reifen wurde um 10 mm verringert. Diese Anpassungen zielen darauf ab, die Aerodynamik und die Performance der Fahrzeuge zu optimieren.

Positive rückmeldungen von teams und fahrern
Mario Isola, Leiter von Pirelli Motorsport, zeigte sich zufrieden mit den Testergebnissen: „Die ersten drei Testtage in Bahrain waren nützlich, um zu bestätigen, dass die während der Entwicklungstests im letzten Jahr mit den ‚Mula‘-Autos gesammelten Daten repräsentativ sind.“ Die Fahrer gaben ebenfalls positive Rückmeldungen zur mechanischen Festigkeit und dem geringeren Aufheizen der neuen Reifen.

Strategische auswirkungen: ein-stopp-rennen wahrscheinlicher?
Die höhere Reifenbeständigkeit könnte zu einer Einschränkung der strategischen Vielfalt führen. Es wird erwartet, dass Ein-Stopp-Rennen zur bevorzugten Strategie werden, mit wenigen Ausnahmen wie beispielsweise in Barcelona oder Bahrain. Die neuen Markierungsstreifen auf den Reifenprofilen sind zudem bei Sonnenschein weniger gut sichtbar als die vorherigen.
Herausforderungen durch elektrische antriebskraft
Trotz der positiven Ergebnisse gibt es auch Herausforderungen. Isola beobachtete, dass die Fahrer sich noch an das neueKraftübertragungssystem anpassen müssen. Das elektrische Drehmoment kann dazu führen, dass die Hinterachse beim Herausbeschleunigen aus Kurven durchdreht, was die Reifentemperatur erhöht und die Haftung verringert. Die Teams werden sich in den kommenden Tests verstärkt auf die Leistungsbewertung konzentrieren.
Ausblick auf die saison 2026
„Wir glauben, dass die Teams diese Woche verstärkt Leistungsprüfungen durchführen werden, ohne jedoch ihr volles Potenzial preiszugeben“, so Isola. „Zusammen mit den Rennsimulationen werden wir ein umfassenderes Bild davon erhalten, was wir zu Beginn der Saison erwarten können. Dies wird uns helfen, die Reifenmischungen für die Rennen ab Miami zu optimieren, für die die Reifen noch nicht versandt wurden.“
