Pinarello: das italienische ausnahmetalent auf dem weg nach ganz oben
- Der rhythmus und die intensität des rennens
- Der druck, der motiviert
- Die vorgaben des teams und die früchte der arbeit
- Ein kämpfer mit köpfchen
- Die nächste stufe erreichen
- Klassiker oder rundrennen?
- „O gran camiño“ als vorbereitung
- Ein charakter, der passt
- Ambitionen und ziele
- Im kampf um die plätze
- Der traum von einem etappensieg
- Die vision für die zukunft
- Die inspiration durch andrés iniesta
- Ein vorbild zum anfassen
- Stärkung für die kommende saison
- Ein podestplatz und ein etappensieg
- Geduld und kontinuierliches wachstum
Alessandro Pinarello, der junge Shootingstar aus Italien, hält die Radsportwelt in Atem. Der aktuelle Führender der Carrera Gran Camiño spricht im Exklusivinterview mit MARCA über seinen ungebremsten Aufstieg, seine Ambitionen und die Herausforderungen, die ihm noch bevorstehen. Ein junger Mann ohne Druck, voller Selbstvertrauen und mit dem klaren Ziel, sich im internationalen Peloton zu beweisen.
Der rhythmus und die intensität des rennens
Was hat Pinarello bisher am meisten beeindruckt? Nicht das Schweigen der Fans, sondern die brutale Intensität des Rennens und die zahlreichen Trainingsstrecken. “Ich bin sehr zufrieden”, so der junge Italiener, “das Tempo ist hoch und die Felder extrem eng beieinander. Das Team unterstützt mich hervorragend.”

Der druck, der motiviert
Die italienische Presse überschlägt sich bereits mit Lobeshymnen auf das neue Talent. Doch Pinarello scheint dem Druck kaum etwas entgegenzusetzen. Im Gegenteil: “Es ist gut so. Es gibt mir nicht Druck, sondern Vertrauen. Es ist ein Ansporn, noch härter zu arbeiten.”
Die vorgaben des teams und die früchte der arbeit
Von Beginn an wurde Pinarello geraten, nicht zu hetzen und auf seine Stärken zu vertrauen. Die ersten Erfolge bestätigen, dass diese Strategie aufgeht. “Wir arbeiten Schritt für Schritt”, erklärt er. “Es gibt keinen Stress, alles läuft nach Plan.”
Ein kämpfer mit köpfchen
Pinarello gilt als ein Fahrer, der sich in harten und selektiven Rennen auszeichnet. “Es kommt darauf an, in jeder Situation den richtigen Kopf und die richtigen Beine zu haben”, so der junge Italiener. “Wenn man die Kraft hat, vorne dabei zu sein, kann man jede Situation gestalten oder eben auch reagieren.”
Die nächste stufe erreichen
Was fehlt Pinarello noch, um den entscheidenden Sprung zu schaffen? “Vielleicht ein bisschen mehr Erfahrung und etwas weniger Energieverschwendung während der Etappen, um am Ende noch Reserven zu haben”, gesteht er ehrlich.
Klassiker oder rundrennen?
Pinarello zeigt eine deutliche Präferenz für Rundrennen. “In Einwochenrennen fühle ich mich wohl. Ich möchte mich noch verbessern und sehen, was in mehrwöchigen Rundfahrten wie der Giro oder der Vuelta möglich ist.”
„O gran camiño“ als vorbereitung
Die Carrera Gran Camiño sieht er als ideale Vorbereitung für die großen Rundrennen. “Es ist ein gutes Rennen für mich, um mich auf die Vuelta und die Giro vorzubereiten. Ich komme vom Teide und nutze die Möglichkeit, meine Form zu finden.”
Ein charakter, der passt
Pinarello scheint sich in der neuen Umgebung rundum wohl zu fühlen. “Ja, das stimmt sicherlich.”
Ambitionen und ziele
Es geht bei Pinarello nicht um Erfahrungen sammeln, sondern um das Erreichen von großen Zielen. “Wir wollen gewinnen”, sagt er mit Nachdruck.
Im kampf um die plätze
“Ich hoffe, dass ich immer vorne dabei bin, mit Adam Yates und Nordhagen, und die richtige Form habe, um anzugreifen.”
Der traum von einem etappensieg
“Im Moment habe ich keinen besonderen Traum”, so Pinarello. “Ich muss erst die hochrangigen Wettbewerbe kennenlernen. Wahrscheinlich ein Etappensieg bei der Giro d'Italia.”
Die vision für die zukunft
Wo sieht sich Pinarello in drei Jahren im internationalen Radsport? “Das weiß ich noch nicht. Wir gehen es Tag für Tag an und werden es herausfinden.”
Die inspiration durch andrés iniesta
Pinarello teilt sein Team mit dem Projekt, das mit Andrés Iniesta verbunden ist. “Das Team hat ein wichtiges Image, und es ist richtig, dies zu haben. Es ist wichtig, dass das Team weltweit bekannt ist.”
Ein vorbild zum anfassen
Obwohl er Iniesta noch nicht persönlich getroffen hat, hofft Pinarello auf ein baldiges Kennenlernen. “Ich hoffe, das wird bald möglich sein.”
Stärkung für die kommende saison
“Wahrscheinlich werde ich stärker sein als im letzten Jahr”, verspricht Pinarello. “Danach wissen wir es besser, aber wir hoffen auf einen Sieg.”
Ein podestplatz und ein etappensieg
“Wenn alles gut läuft, würde ich gerne eine gute Erinnerung mitnehmen, auf das Podium der Gesamtwertung gelangen und mindestens eine Etappe gewinnen.”
Rubén Plaza, sein Teamchef, blickt mit Vorsicht, aber dennoch mit großer Zuversicht auf die Entwicklung von Alessandro Pinarello. “Er ist ein reiner Bergfahrer”, so Plaza. “Er ist klein, leicht und verfügt über eine außergewöhnliche Aufstiegskraft.” Dennoch betont er, dass der Fokus des Teams auf der Verbesserung der Einzelzeitfahranlagen liegt, wo Pinarello bereits positive Ansätze gezeigt hat. “Gestern hat er eine sehr gute Zeitfahrt gezeigt.”
Neben seinen körperlichen Voraussetzungen hebt Plaza auch Pinarellos ausgeprägten Kampfgeist hervor: “Er hat viel Gefühl für das Rennen und ist mutig.” Zwei Eigenschaften, die beweisen, dass aus dem jungen Italiener mehr als nur ein Rohdiamant wird – ein Fahrer mit Instinkt.
Geduld und kontinuierliches wachstum
Das Team setzt auf Geduld und eine schrittweise Entwicklung. “Wir versuchen, ihn nicht unter Druck zu setzen und ihm Zeit zu geben, sich zu entwickeln.” Die Anlagen waren bereits in den Jugendkategorien erkennbar – “in Italien war er einer der vielversprechendsten Junioren” – doch im Team herrscht Besonnenheit. “Wir haben große Hoffnungen in ihn, aber er ist jung und wir dürfen uns nicht verrannen”, fasst Plaza zusammen und betont die Bedeutung eines kontinuierlichen Wachstums ohne Abkürzungen.
