Leipzig vor frankfurt: personalsorgen trüben die champions-league-ambitionen

RB Leipzig steht vor einer Schlüsselpartie in der Bundesliga: Am Samstag empfängt Eintracht Frankfurt zu Hause (15.30 Uhr, LIVE! auf kicker). Die Sachsen benötigen den Sieg im Kampf um die Qualifikation für die Champions League, doch personell sieht es alles andere als rosig aus. Die Frage, ob das Duo Willi Orban und Castello Lukeba zur Verfügung stehen wird, beschäftigt Trainer Ole Werner am Freitagmorgen erheblich.

Orban und lukeba: muskelprobleme und adduktorenstress

Orban und lukeba: muskelprobleme und adduktorenstress

Die Innenverteidiger haben in den letzten Tagen zwar individuell trainiert und die Belastung gesteigert, doch der Zustand beider ist fraglich. Orban plagt ein Problem im Oberschenkel, während Lukeba weiterhin unter den Folgen seiner Adduktorenverletzung aus dem Spiel gegen Bremen am 4. April leidet. Im jüngsten Heimsieg gegen Mönchengladbach musste er bereits passen. Werner äußerte sich am Freitagmorgen vorsichtig: „Ob es reicht und für wie viel es reicht, müssen wir abwarten.“

Das Fehlen von Xaver Schlager, der gegen Gladbach seine fünfte Gelbe Karte sah, stellt das Mittelfeld vor weitere Probleme. Auch hier gibt es personelle Hürden: Ezechiel Banzuzi fällt aufgrund einer Kniekapselverletzung aus. Als mögliche Ersatzkandidaten werden Assan Ouedraogo und Brajan Gruda gehandelt. Gruda, der ebenfalls unter Adduktorenproblemen leidet, kehrte gegen Mönchengladbach zumindest als Einwechselspieler zurück ins Team. Werner betonte, dass die Belastung bei ihm gesteuert werden musste, aber er wird am Samstag im Kader stehen.

Assan Ouedraogo könnte eine Schlüsselrolle spielen. Der talentierte Mittelfeldspieler, der nach einer langwierigen Knieverletzung langsam wieder aufgebaut wird, könnte von Beginn an auflaufen. „Assan kann starten“, erklärte Werner. Für Ouedraogo wäre dies der erste Einsatz in der Startelf seit dem Spiel gegen Freiburg am 14. Januar.

Im Tor gibt es keine Überraschung: Maarten Vandevoordt wird weiterhin das Tor hüten, da die Nummer 1, Peter Gulacsi, noch nicht zu 100 Prozent fit ist. „Pete hat weiter gesteigert“, so Werner, „aber er wird erst nächste Woche wieder voll ins Teamtraining einsteigen.“ Neben Schlager, Banzuzi, Zingerle, Sani und Gebel fehlen dem Team somit weitere Stammkräfte.

Die Aufgabe wird für Leipzig alles andere als einfach. Gegen eine formstarke Eintracht Frankfurt ohne seine beiden Stamm-Innenverteidiger und mit Fragezeichen im Mittelfeld, wird es eine Herkulesaufgabe, die Champions-League-Träume am Leben zu erhalten. Die Abwehrkette muss sich neu finden, während das Mittelfeld um die kreativen Fäden kämpfen muss. Die Frage ist, ob die jungen Talente Ouedraogo und Gruda die Lücke füllen können.