Pidcock triumphiert in arco: tour of the alps hält dramen bereit!
Arco – Ein Sturz, der Dutzende betraf, und ein packendes Sprintduell: Die dritte Etappe des Tour of the Alps 2026 war ein Spektakel, das die Fans in Atem hielt. Tom Pidcock, der am Vortag noch Zweiter hinter Tommaso Dati landete, revanchierte sich mit einem souveränen Sieg im Sprint. Ein Tag, an dem der Sport seine Schattenseiten zeigte, aber auch die ungebrochene Leidenschaft der Athleten.
Ein massensturz erschüttert das feld
Kaum hatte sich das Feld aus dem Startbereich in Arco in Bewegung gesetzt, kam es zu einem verheerenden Massensturz. Rund dreißig Fahrer wurden in den Unfall verwickelt, ausgelöst vermutlich durch einen Moment der Unachtsamkeit eines einzelnen Fahrers. Die Folgen waren gravierend: Elf Athleten mussten das Rennen aufgeben. Besonders bitter für Lorenzo Finn, das italienische Nachwuchstalent, der mit einer Handgelenksbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Felix Engelhardt vom Team Jayco AlUla zog sich eine Gehirnerschütterung zu und musste ebenfalls das Rennen abbrechen. Ein Schock für das gesamte Peloton. Die Organisatoren stehen nun vor der Aufgabe, die Sicherheit der Fahrer für die kommenden Etappen nochmals zu überprüfen. Es ist ein Mahnmal für die Gefahren, die im Profi-Radsport lauern, und eine Erinnerung an die Tragödie um Michele Scarponi, dessen Tod vor neun Jahren das Radsport-Herz berührte.

Pellizzari verteidigt das gesamtklassement
Trotz des chaotischen Rennverlaufs konnte sich Giulio Pellizzari, der zweite italienische Fahrer im Rennen, seine Führung in der Gesamtklassement behaupten. Der Red Bull-Bora Hansgrohe-Sprinter liegt nun mit vier Sekunden Vorsprung vor dem niederländischen Konkurrenten Thymen Arensman an der Spitze. Egan Bernal, der von der Katastrophe im Peloton profitierte und dank Abonnements einige Sekunden gewinnen konnte, liegt aktuell auf dem dritten Platz, lediglich sechs Sekunden hinter Pellizzari.

Die königsetappe am horizont
Schon morgen steht die vierte Etappe auf dem Programm, die von Arco nach Trento führt und als „Königsetappe“ des Tours of the Alps gilt. Mit insgesamt 3.600 Höhenmetern über 167,8 Kilometer wird es ein harter Brocken für die verbliebenen Fahrer. Bereits acht Kilometer nach dem Start gilt es, den Anstieg zum Passo Bordala zu bezwingen, gefolgt vom ebenfalls anspruchsvollen Passo del Redebus. Das Finale in Trento verspricht einen nervenaufreibenden Showdown, insbesondere angesichts des steilen Anstiegs von Povo, der bereits bei den Europameisterschaften 2021 für dramatische Szenen sorgte.
Die Frage ist: Kann Pellizzari seine Führung verteidigen oder wird Bernal seinen Rückstand aufholen? Und wie werden sich die anderen Favoriten wie Evenepoel und Pogacar präsentieren? Der Tour of the Alps 2026 hält uns in Atem! Die Szene wartet gespannt auf morgen.
