Pérez schaltet in korruptionsalarm: uefa-dossier mit 600 seiten!
Madrid – Ein Erdbeben erschüttert den spanischen Fußball: Real Madrids Präsident Florentino Pérez hat in einer scharfen Ansprache erneut den Fall Negreira thematisiert und die UEFA mit einem umfassenden Dossier konfrontiert. Der Ton war unmissverständlich, die Anschuldigungen brisant.

Der vorwurf: systematische beeinflussung
Pérez ließ wenig Zweifel daran, dass er von einem Korruptionsskandal spricht, der die Grundfesten des Fußballs gefährde. „Vor drei Jahren erfuhren wir von einem Fall der Korruption, dem größten Skandal in der Geschichte – dem Fall Negreira“, erklärte er mit Nachdruck. Dabei geht es um die umstrittenen Zahlungen des FC Barcelona an den ehemaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterkomitees (CTA), José María Enríquez Negreira.
Ein 600-seitiges Dokument soll die Beweise für diese systematische Beeinflussung zusammenfassen und nun an die UEFA übergeben werden. „Wir erstellen ein wichtiges Dossier, das wir umgehend an die UEFA senden werden“, so Pérez. Die schiere Größe des Dokuments – 600 Seiten – zeugt von dem Umfang der Ermittlungen und dem Ernst, mit dem Real Madrid die Situation einschätzt.
Es ist mehr als nur ein Verdacht. Pérez ist überzeugt, dass der FC Barcelona über Jahre hinweg die Schiedsrichter beeinflusst haben soll. „Es ist unvorstellbar, dass der Chef der Schiedsrichter über zwei Jahrzehnte hinweg Geld vom FC Barcelona erhalten hat“, betonte er. Der Präsident warf dem FC Barcelona vor, sich unrechtmäßig Vorteile verschafft zu haben, und äußerte den Verdacht, dass Real Madrid durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen um Titel gebracht worden sei. „Ich bin hier seit vielen Saisons und habe nur sieben Champions-League-Titel und sieben Ligasiege errungen, die durchaus 14 hätten sein können, wenn man uns nicht gestohlen hätte“, prangerte er an.
Die Unterstützung seiner Anhänger spüre Pérez in diesem Kampf. „Die socios des Madrids stehen an meiner Seite in meinem Krieg gegen Negreira und andere“, erklärte er. Er fordert die UEFA auf, einzugreifen und die Angelegenheit aufzuklären, sowohl im Strafrechtlichen als auch im Sportrechtlichen Bereich. „Ich bin nicht gekommen, damit sich Schiedsrichter mit dem Geld des FC Barcelona bereichern“, stellte er klar. Die Frage, die nun im Raum steht, ist, ob die UEFA tatsächlich handelt und ob die Vorwürfe substantiell genug sind, um den FC Barcelona für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen.
Die FIFA und die UEFA stehen unter enormem Druck, die Integrität des Fußballs zu gewährleisten. Die Enthüllungen im Fall Negreira haben ein Klima des Misstrauens geschaffen, und es liegt an den Verantwortlichen, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Nur so kann der Fußball seine Glaubwürdigkeit bewahren und den Sport für alle Fans attraktiv halten.
