Spanien vor wm: zwei em-helden fallen durchs raster!
Schock in der spanischen Nationalmannschaft: Nur wenige Wochen vor dem WM-Start in den USA, Kanada und Mexiko hat der Verband RFEF überraschend zwei prägende Figuren der jüngeren Vergangenheit aus dem vorläufigen Kader gestrichen. Dani Carvajal und Alvaro Morata gehören nicht zu den 55 Spielern, die Luis de la Fuente dem Weltverband Fifa vorgelegt hat – ein Umbruch, der das Ende einer Ära markiert.
Ein duo mit glanzzeiten: von der u19 bis zur em
Die Namen Carvajal und Morata sind untrennbar mit dem Erfolg der spanischen Jugendnationalmannschaften verbunden. 2011 feierten sie gemeinsam den Triumph bei der U19-Europameisterschaft, ein Jahr später folgte der Titelgewinn mit der U21-Auswahl, wo Morata zudem als Torschützenkönig zum gefeierten Helden wurde. Diese frühen Erfolge waren nur der Auftakt zu einer langen und erfolgreichen Karriere in der spanischen A-Nationalmannschaft.
Über Jahre hinweg bildeten Carvajal und Morata ein starkes Duo. Carvajal, der zwischen 2012 und 2013 bei Bayer Leverkusen in der Bundesliga Erfahrungen sammelte, etablierte sich als einer der besten Außenverteidiger Europas, während Morata stets für wichtige Treffer sorgte. Der Gewinn der Nations League 2023 und der fulminante EM-Titel 2024 in Deutschland krönten ihre Nationalmannschaftskarrieren – zumindest schien es so.

Die gründe für die ausbootung: formschwäche und verpasste chancen
Doch nun hat Trainer Luis de la Fuente einen radikalen Schnitt gemacht. Carvajal, dessen Leistungen in der Saison 2023/24 bei Real Madrid hinter den Erwartungen zurückblieben und der seinen Stammplatz an Trent Alexander-Arnold verlor, gehört ebenso nicht mehr zum Kreis der Auserwählten wie Morata. Das Kunststück, in einer starken Saison in der Serie A mit Como ohne eigenen Torerfolg zu bleiben, wird ihm nun zum Verhängnis getragen.
Sportlich ist die Entscheidung des Trainers nachvollziehbar, doch die Ausbootung zweier Routiniers, die zuvor zu den EM-Kapitänen gehörten, wirft Fragen auf. Drei der vier EM-Kapitäne von 2024 – Carvajal, Morata und der zurückgetretene Jesus Navas – werden somit bei der WM fehlen. Der Einfluss dieser erfahrenen Spieler auf die Team-Hierarchie wird von spanischen Medien als immens eingeschätzt, und de la Fuente geht ein gewisses Risiko ein, indem er auf ihre Erfahrung verzichtet. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Schachzug am Ende als richtig herausstellen wird.
Die Abgänge Carvajals und Moratas sind mehr als nur sportliche Entscheidungen – sie symbolisieren den Abschied einer Generation und den Beginn einer neuen Ära im spanischen Fußball. Die WM wird zeigen, ob die jungen Spieler die Lücke füllen können, die diese beiden Legenden hinterlassen.
