Darderi jagt in rom den traum: erster italienner im viertelfinale gegen teenager-jodar

Der Foro Italico bebt. Luciano Darderi tritt heute Abend um 20.30 Uhr gegen den 19-jährigen Spanier Rafael Jodar an – und nur noch ein einziger Azzurro trägt die Hoffnung eines ganzen Landes. Das ist neu. Das ist knallhart. Und das ist die Geschichte, die ganz Rom elektrisiert.

Der tag, an dem ein einzler italiener übrig blieb

Darderi, 24, hat gestern Alexander Zverev aus dem Turnier gekegelt – 1:6, 7:6(8), 6:0. Vier Matchbälle weggefegt, dann ein Bagel serviert. Danach weinte er auf dem Court, die Kameras fingen Tränen ein, die wie Siegestropfen aussahen. Nun steht er im ersten Masters-1000-Viertelfinale seiner Karriere. Gegenüber: Jodar, der erste Teenager in dieser Runde seit Djokovic 2007. Der Bub schlägt Bälle, als wären es Raketen. Keine Angst, kein Netz, nur pure Power.

Die Zahlen? Brutal. Jodar hat in Rom noch keinen Satz abgegeben. Darderi kam mit 31 Winnern gegen Zverev – und mit einer Mentalität, die selbst die alten Garde im Pressezentrum verstummen ließ. „Er spielt wie ein Mann, der weiß, dass er nichts zu verlieren hat“, sagte ein Analyst. Stimmt. Denn hinter ihm wartet bereits Jannik Sinner, der mit 31 Siegen in Serie bei Masters-1000-Events nur noch Djokovic teilt. Sinner spielt morgen gegen Rublev, doch heute Abend gehört die Bühne ganz Darderi.

Swiatek und pegula eröffnen das programm, ruud gegen khachanon droht

Swiatek und pegula eröffnen das programm, ruud gegen khachanon droht

Um 13 Uhr beginnt das Spektakel mit Iga Swiatek und Jessica Pegula. Die Polin jagt ihren vierten Titel in Rom, die Amerikanerin will endlich den Sprung aufs Siegertreppchen schaffen. Direkt im Anschluss liefert Casper Ruud gegen Karen Khachanov ein Rematch des Toronto-Krachers vom Vorjahr. Ruud führt 2-1 in Direktbegegnungen, doch Khachanov schlägt gerade auf Sand so hart, dass selbst die Linienrichter zusammenzucken.

Die Kurve ist klar: Wer heute gewinnt, trifft im Halbfinale vermutlich auf Darderi oder Jodar. Ein italienisches Finale? Möglich. Aber erst muss der Azzurro den Teenager stoppen – und das in der Gluthitze des Abendprogramms, wenn der rote Staub durch die Lufthänge wirbelt und die Mauer aus Menschenstimmen am Centrale brüllt.

20.30 Uhr. Markiert euch die Uhr. Dann wird ein 24-Jähriger aus San Benedetto del Tronto gegen einen 19-Jährigen aus Valencia antreten – und Rom wird wieder einmal beweisen, warum Tennis hier keine Sportart, sondern ein Gefühl ist.