Pellizzari jagt sein sanremo-debüt – red bull will ihn bis 2030 sichern

Am Samstag wird der 22-jährige Marchigiano endlich die Via Roma kennenlernen. Giulio Pellizzari, bisher bekannt als Klasse-Bezwinger von Lüttich und Mailand, startet beim ersten Frühjahrsklassiker seiner Karriere – und die Red-Bull-Bora-Maschine läuft bereits auf Hochtouren, um ihn langfristig zu binden.

Der neue italienische stern neben roglic

Die Aufstellung ist klar: Primoz Roglic fährt als erfahrene Spitze, Pellizzari als dynamisches Joker. Nach Platz drei in der Tirreno und Rang vier in der Mailand-Turin hat der Youngster Nerven aus Stahl gezeigt. Die Sanremo-Debütantreise ist für ihn kein Ausflug, sondern die logische Fortsetzung eines Frühjahrs, das bereits jetzt als sein Durchbruch gilt.

Im Fahrerlager kursiert ein internes Memo: Pellizzari soll 2025 erstmals die Rosa tragen. Das sechste Gesamtranking des Vorjahres war kein Zufall, sondern die Visitenkarte eines Mannes, der Berge liebt und Zeitfahren kann. Die Teamchefs sprechen offen von „langfristiger Markenbotschaft“ – Code für: Wir bauen die Zukunft um ihn.

Vertrag bis 2028, angebot bis 2030

Vertrag bis 2028, angebot bis 2030

Die Zahlen sind verblüffend: Pellizzari verdient derzeit 650.000 Euro Basis, plus Siegprämien. Die neue Klausel würde ihn auf 1,2 Millionen pro Saison hieven – und ihn zum bestbezahlten Italiener im Peloton machen, außerhalb der Top-Festgehaltsliga von Pogacar & Co. Der Deal liegt seit Montag auf dem Tisch, Unterschrift vor dem Giro, laut Insider.

Red Bull investiert nicht nur in Leistung, sondern in Narrative. Pellizzaris Instagram-Followerzahl stieg seit Januar um 42 Prozent, seine Tirreno-Analyse-Videos gingen viral. Die Marke will den nächsten Locomotive-Stil: junger Held, alter Kontinent, neue Energie.

Für die Sanremo selbst bleibt die Rechnung einfach: 291 km, sieben Stunden, ein Sprint auf der Via Roma. Pellizzari kann nicht mit den reinen Sprintern mithalten, aber wenn der Poggio das Feld zerreißt, sitzt er in der ersten Verfolgergruppe. Roglic wird die Attacke fahren, Pellizzari den Konter setzen. Doppeltes italienisches Herz, österreichische Kohle.

Die Uhr tickt. In 24 Stunden wissen wir, ob der Plan aufgeht. Und ob Pellizzari nicht nur die Zukunft des Giro, sondern auch die der Classicissima neu schreibt.