Pellegrino stürmt rom im tennis-märchen!

Andrea Pellegrino – wer kennt diesen Namen? Bis vor wenigen Tagen spielte er hauptsächlich auf der ATP-Challenger-Tour, kämpfte mit Rückenproblemen und rangierte weit außerhalb der Top 100. Doch nun schreibt der 29-jährige Italiener Tennisgeschichte beim Masters-Turnier in Rom und lässt die Arena im Foro Italico erbeben.

Der sensations-sieg gegen tiafoe

Die Mittagshitze in Rom schien Pellegrinos Aufstieg noch zu befeuern. Im Duell gegen den US-Star Frances Tiafoe zeigte er eine Leistung, die selbst eingefleischte Tenniskenner überraschte. Mit 7:6 und 6:1 deklassierte er seinen Gegner, der sichtlich mit den langsamen Platzverhältnissen und dem Wind zu kämpfen hatte. Die Fans feierten ihren neuen Local-Hero, dessen Aufstieg so plötzlich und unerwartet kam, dass es fast surreal wirkte.

Das Märchen von Pellegrino ist mehr als nur ein sportlicher Erfolg. Es ist eine Geschichte von Durchhaltevermögen, von Kampfgeist und von der Fähigkeit, nach Rückschlägen wieder aufzustehen. Gerade seine Verletzungsgeschichte, die ihn in den letzten Monaten immer wieder bremste, macht seinen Triumph umso bemerkenswerter. „Ich habe eine schwere Zeit hinter mir“, gestand Pellegrino im On-Court-Interview, „aber hier zu sein und so zu spielen, ist etwas ganz Besonderes.“

Ein duell mit jannik sinner – die nächste hürde

Ein duell mit jannik sinner – die nächste hürde

Nun steht das Duell mit Jannik Sinner an, dem Weltranglistenersten. Die Aufgabe scheint monumental, doch Pellegrino scheint unbeeindruckt. „Ich erinnere mich“, lächelte er, „aber jedes Match muss erst einmal gespielt werden.“ Das letzte Aufeinandertreffen im Finale eines ITF-Turniers in Santa Margherita Di Pula im Jahr 2019 endete für ihn in einer deutlichen Niederlage (1:6, 1:6). Aber Pellegrino hat sich seitdem weiterentwickelt, sowohl physisch als auch mental.

Seine Laufbahn bis ins Achtelfinale war ebenfalls von Dramatik geprägt. Nach seiner Aufgabe von Arthur Fils profitierte er zusätzlich von einem umkämpften Match gegen Landsmann Luca Nardi. Und die Qualifikationsrunde selbst barg eine pikante Episode: Pellegrino provozierte mit einer Geld-Geste die Zuschauer, die offenbar auf seinen Gegner gewettet hatten. Ein Zeichen des Frusts, das nun jedoch in Vergessenheit geraten kann.

Der ehemalige deutsche Tennisprofi Patrik Kühnen brachte es auf den Punkt: „Er macht die Italiener hier verrückt. Für ihn geht es nur noch aufwärts. Das ist sensationell für Pellegrino.“ Pellegrino hat nicht nur die Tenniswelt überrascht, sondern auch bewiesen, dass in jedem Spieler, egal wie bescheiden seine bisherige Karriere auch sein mag, das Potenzial für ein Märchen schlummert.