Pedersen: steile aufwärtstendenz – voigt sieht ihn im kampf um platz drei in roubaix!
Paris-Roubaix steht vor der Tür, und die Hoffnungen auf eine deutsche Beteiligung am Podium scheinen größer denn je. Mads Pedersen, der dänische Straßenweltmeister von 2019, präsentiert sich in beeindruckender Form und könnte Jens Voigt, dem Eurosport-Experten, recht geben, der ihm eine Podiumsplatzierung zutraut – zumindest Rang drei.
Ein holpriger start, eine beeindruckende rückkehr
Der Saisonstart für Pedersen verlief alles andere als optimal. Ein schmerzhafter Sturz in der Valencia-Rundfahrt im Februar kostete ihn nicht nur ein gebrochenes Handgelenk und Schlüsselbein, sondern auch wertvolle Wettkampfpraxis. Doch der Lidl-Trek-Sprinter ließ sich nicht entmutigen und kehrte überraschend früh zurück, um bei Mailand-Sanremo mit einem starken vierten Platz für Aufsehen zu sorgen. Ein klares Signal: Der Däne ist wieder da und bereit für die Klassiker.
Bei der Flandern-Rundfahrt zeigte Pedersen erneut seine Klasse, auch wenn ihm der Sieg knapp entging. Nur 1:40 Minuten trennten ihn vom Sieger Tadej Pogacar, der erneut seine Dominanz unter Beweis stellte. „Sie waren einfach schneller“, räumte Pedersen ein, „aber ich habe es letzte Woche schon gesagt: Genau in solchen Momenten fehlt mir noch etwas aufgrund meiner Verletzung.“

Voigt: „mads hat eine unglaublich steile formkurve“
Die Leistungen des Dänen sind auch dem ehemaligen Tour-Etappensieger Jens Voigt ins Auge gefallen. „Mads hat eine unglaublich steile Formkurve“, so Voigt im Gespräch mit Eurosport. Er sieht Pedersen hinter den beiden Top-Favoriten Pogacar und Mathieu van der Poel im Kampf um den dritten Platz. Die Erfahrung spricht ebenfalls für Pedersen, der in den letzten drei Austragungen von Paris-Roubaix die Plätze vier, drei und drei belegte.
Doch die „Hölle des Nordens“ ist bekannt für ihre Unberechenbarkeit. „Roubaix ist Roubaix“, mahnt Voigt. „Da kann es immer Drama geben, egal ob Sturz oder Defekt.“ Sogar Pogacar sei im vergangenen Jahr gestürzt, obwohl er nur zu zweit an der Spitze unterwegs war. Und auch Pedersen selbst kennt das Pech – im Vorjahr fiel er aufgrund eines Defekts zurück, konnte sich aber immerhin noch den dritten Platz erkämpfen.
Die Absage von Remco Evenepoel könnte Pedersens Chancen zusätzlich erhöhen. Voigt sieht es als strategische Entscheidung des Belgiers, der sich offenbar noch nicht in Topform befindet. Die Frage, ob Pedersen ohne Zwischenfälle auch den großen Coup schaffen kann, bleibt offen – doch eines ist sicher: Mit seiner aktuellen Form und seiner Erfahrung gehört er zu den ernstzunehmenden Anwärtern auf eine Podiumsplatzierung.
Die Spannung steigt, und die Fans dürfen sich auf ein dramatisches Paris-Roubaix freuen. Wer wird am Ende in der „Königin der Klassiker“ triumphieren?
