Buxtehuder sv: handball-legende isabelle dölle beendet karriere

Ein Kapitel geht zu Ende: Isabelle Dölle, eine der prägendsten Figuren im Buxtehuder SV, wird zum Saisonende ihre aktive Handballkarriere beenden. Die Entscheidung der 27-Jährigen markiert den Abschied einer Leistungsträgerin, die den Verein über acht Jahre maßgeblich geprägt hat.

Dölle: mehr als nur tore – eine feste größe

Seit 2018 gehört Isabelle Dölle zum Kader der Niedersächsinnen und hat sich als dienstälteste Spielerin einen Namen gemacht. Ihre Bilanz spricht für sich: 185 Bundesliga-Spiele, 658 Tore – davon 53 per Siebenmeter. Als beste Feldspielerin des BSV und zweitbeste Torschützin der Saison hinter Anika Hampel (111/41) hat sie sich in der Handball-Bundesliga etabliert und gehört unweigerlich zu den Top-10 der besten Torschützinnen des Vereins in seiner 36-jährigen Bundesliga-Historie. Ihre handballerischen Wurzeln liegen in Burgdorf und Hannover, bevor sie über Werder Bremen in die erste Liga kam.

Der Abschied vom aktiven Sport ist für Dölle kein spontaner Entschluss gewesen. Vielmehr hat die Entscheidung, nach dem Abschluss ihres Masterstudiums eine berufliche Zukunft in der Reederei zu verfolgen, ihre Prioritäten verschoben. „Für mich ist es an der Zeit, das Kapitel Leistungssport zu schließen“, erklärte sie. Der Hochzeit mit Hamburg-Profi Dominik Axmann steht ein neuer Lebensabschnitt bevor, der sie beruflich und privat vor neue Herausforderungen stellt.

Peter prior: „eine große lücke im team“

Peter prior: „eine große lücke im team“

BSV-Manager Peter Prior zeigte sich sichtlich bedrückt über den Abschied der Spielerin: „Isi Dölle hinterlässt im BSV eine große Lücke. Sie war über viele Jahre eine feste Größe in unserem Team. Wir hätten sie sehr gerne noch weiterhin in unserem Team gesehen.“ Dennoch respektiert der Verein ihre Entscheidung und blickt mit Dankbarkeit auf die lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zurück.

Dölle selbst blickt mit Stolz und Dankbarkeit auf ihre Handball-Zeit zurück: „Ich bin sehr dankbar für mein Handballleben, das mir vor allem meine Eltern durch ihre große Unterstützung ermöglicht haben. Auf meinem Weg im deutschen Handball durfte ich viele tolle Trainer kennenlernen und vor allem Freundschaften schließen, die weit über den Sport hinausgehen. Nicht zuletzt habe ich in dieser Zeit auch Dominik kennengelernt.“

Die Nachricht von Dölles Abschied markiert das Ende einer Ära im Buxtehuder SV. Ihre Tore, ihre Leidenschaft und ihre Persönlichkeit werden dem Verein fehlen. Doch ihre Leistungen und ihr Beitrag zur Entwicklung des Vereins werden in Erinnerung bleiben – ein Vermächtnis einer Handball-Legende, die nun neue Wege geht.