Pedersen: formkurve steil – voigt sieht ihn im kampf um platz drei in roubaix!
Mads Pedersen hat einen holprigen Saisonstart hinter sich, doch sein Aufstieg ist beeindruckend. Der dänische Klassiker-Fahrer, der nach einem schweren Sturz im Februar lange pausieren musste, zeigt nun eine Form, die selbst Eurosport-Experte Jens Voigt überrascht. Kann Pedersen in Paris-Roubaix wirklich um eine Podestplatzierung kämpfen?
Die geduld zahlt sich aus: pedersens comeback
Der Sturz in der Valencia-Rundfahrt, der ihm ein gebrochenes Handgelenk und Schlüsselbein bescherte, war ein harter Schlag für Pedersen. Er kehrte früher als erwartet zurück und feierte mit einem vierten Platz in Mailand-Sanremo ein starkes Comeback. „Es war eine komplett andere Herangehensweise an die Klassiker-Saison“, räumte Pedersen ein. Die fehlende Praxis nagte an ihm, besonders in Momenten wie dem Rennen in Flandern, wo er knapp an der Spitze abfiel. Dennoch, seine Leistung dort, als Fünfter, spricht Bände.
„Ich schlage immer noch Fahrer, die in Topform sind und keine Verletzungen hatten“, betonte Pedersen, was seine beeindruckende Rückkehr unterstreicht. Und genau das hat den Blick von Jens Voigt auf ihn gelenkt.

Voigt: „eine unglaublich steile formkurve“
Der ehemalige Tour-Etappensieger ist von Pedersens Entwicklung begeistert. „Mads hat eine unglaublich steile Formkurve“, so Voigt im Gespräch mit Eurosport. Die Kampfqualitäten, die Pedersen in Flandern zeigte, trotz wechselnder Wetterbedingungen, beeindruckten den Experten. Er sieht Pedersen hinter den Top-Favoriten Pogacar und van der Poel im Kampf um Platz drei. „Wenn Mads Pedersen mit den wenigen fehlenden Prozenten Fünfter wird, bin ich davon überzeugt, dass er um Platz drei fahren wird.“
Paris-Roubaix ist jedoch eine andere Geschichte. Die „Hölle des Nordens“ ist bekannt für ihr unvorhersehbares Drama. Stürze und Defekte können selbst die stärksten Fahrer in Schwierigkeiten bringen. Auch Pogacar war im letzten Jahr von einem solchen Missgeschick betroffen.
Pedersen selbst weiß, wie schnell das Rennen umschlagen kann. Im Vorjahr fiel er nach einem Defekt zurück, erkämpfte sich aber immerhin noch den dritten Platz. Wäre ohne dieses Problem ein noch größerer Coup möglich gewesen? Die Frage bleibt offen.
„Unvorhersehbares Drama kann am Sonntag eine große Rolle spielen“, mahnt Voigt. Und genau diese Unberechenbarkeit könnte Pedersens Karten in Roubaix tatsächlich spielen. Ein schwächerer Tag von Pogacar oder van der Poel könnte Pedersen und van Aert die Chance eröffnen, um den Sieg zu kämpfen.
Die Spannung steigt. Ob Pedersen seine Form halten und das Roubaix-Drama für sich nutzen kann, wird sich am kommenden Sonntag zeigen.
